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Weihnachtsgeschichten Weihnachten Kurzgeschichte Advent Weihnachtsmann weihnachtliche Geschichten

Vom Mann der auszog, um die Liebe zu suchen

© Andreas Wagner


Weihnachtsgeschichten
unserer Autoren
Adventskalender zum Lesen und Vorlesen Es war einmal ein Mann. Dieser Mann war sehr reich, so dass man annehmen könnte, er wäre auch sehr glücklich gewesen, da die Menschen zur Zeit, da der Mann lebte, Reichtum mit Glück gleichsetzten.
Doch der Mann war alles andere als glücklich. Es waren nämlich nur noch wenige Tage bis zu dem Fest, das die Menschen das Fest der Liebe nannten und der Mann war ganz alleine in seinem großen Haus. Sein ganzes Personal hatte sich, bis auf eine einzige Köchin, die nun den ganzen Haushalt führte, frei genommen um die Feiertage bei ihren Familien zu verbringen.
Freunde, die ihm hätten Gesellschaft leisten können, hatte der Mann keine, da er immer Angst hatte, dass die Leute ihn nur wegen seines Vermögens mochten.
Der Mann war einsam. Niemand kam ihn besuchen und die Geschenke, die er von seinen Angestellten und Geschäftspartnern bekommen hatte, waren ohne jede Herzlichkeit überreicht worden.
So kam es, dass der Mann in seinem Salon saß und viel über das Leben und vor allem über die Liebe nachdachte.
Denn die Liebe war nach der Meinung der Leute, zur Zeit in der der Mann lebte, das einzige, was noch glücklicher machte als Reichtum.
Der Mann kannte keine Liebe. Natürlich hatte er mit vielen Frauen geschlafen und einmal war er sogar für kurze Zeit verheiratet gewesen, doch er hatte noch nie dieses Feuer gespürt, von dem die Liebenden berichteten. Während er also über dieses Phänomen nachdachte, kam ihm irgendwann die Idee, in die Welt hinauszuziehen und nach der Liebe zu suchen, so dass er Weihnachten doch nicht alleine verbringen müsste.
Einmal gekommen, ging ihm diese Idee nicht mehr aus dem Kopf, und bald war der Entschluss gefasst, sie zu verwirklichen.
In der Stadt, in der der Mann lebte, gab es viele Frauen die ihre Liebe verkauften, und er fand dass er bei ihnen mit seiner Suche anfangen sollte. Denn Geld hatte er mehr als genug und wenn er dafür etwas bekommen sollte was ihn wirklich glücklich machte fand dass es gut angelegt sei. Also ging er zu den Frauen und verbrachte die Nacht mit einer von ihnen.
Doch diese Nacht erinnerte ihn mehr an seine zerbrochene Ehe, als an das, was er über die die Liebe gehört hatte. Während der Zeit, in der er mit der Frau zusammen war, war alles wunderschön und er dachte er hätte die Liebe gefunden, doch danach wurde ihm ziemlich schnell bewusst dass es doch nur Sex gewesen war und sein Geldbeutel war um einiges seines Gewichtes erleichtert.
Also beschloss der Mann es auf dem herkömmlichen Weg zu versuchen. Er ging in Cafés und Bars lernten dort Frauen kennen, unterhielten sich mit ihnen und nicht wenige nahm er sogar mit nach Hause. Doch die Liebe, die er suchte fand er auch hier nicht.
So kam es dass die Tage vergingen und der heilige Abend kam.
Der Mann war alleine. Er saß in seinem Speisezimmer, war so traurig wie noch nie zuvor in seinem Leben, denn er war nun überzeugt dass es die Liebe überhaupt nicht geben konnte, und wartete mit Tränen in den Augen darauf dass das Essen serviert wurde.
Das Essen kam und der Mann fragte die Köchin ob sie ihm noch eine Flasche Wein bringen könne. Sie jedoch sah dass er geweint hatte und schon stark angetrunken war. Also verweigerte sie ihm seine Bitte, setzte sich zu ihm und fragte ihn ob er nicht lieber mit ihr über seine Probleme reden wolle, statt sie in Alkohol zu ertränken. Der Mann war schon oft beim Psychiater gewesen und wusste daher wie gut es manchmal tun konnte über etwas zu reden, also fing er an der Frau seine Geschichte über die Suche nach der Liebe zu erzählen.
Sie hörte ihm aufmerksam zu und als er damit geendet hatte, dass er nun glaube die Liebe sei nur eine Erfindung der Schriftsteller, setzte sie sich auf seinen Schoß und flüsterte ihm zärtlich ins Ohr:,, Aber Mister, die Liebe kann man doch nicht suchen, man kann sie nur finden.'' Mit diesen Worten küsste sie ihn sanft auf den Mund und der Mann fühlte plötzlich ein nie dagewesenes Feuer in seinem Herzen brennen.


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Eingereicht am 18. Februar 2007.
Herzlichen Dank an die Autorin / den Autor.
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