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Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
© Claudia Duhonj-Gabersek
Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
der Smog das Atmen schwer mir macht.
Von den Fabriken steigen Düfte,
verpesten mir die Winterlüfte,
Schornsteine leuchten in der Nacht.
Mir ist das Herz so sehr erschrocken,
Weihnachten in der neuen Zeit!
Ich hör' von fern die Kirchenglocken,
doch nichts kann mich nach draußen locken,
weil's dort grau-schwarze Flocken schneit.
Die Allergie, sie wirft mich nieder,
auch Nesselsucht muss ich durchstehn.
Es brennen meine Augenlider,
sogar im Traume, immer wieder,
fühl' ich, ein Wunder muss gescheh'n.
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Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
Theodor Storm (1817 - 1888)
Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
Ein milder Stern herniederlacht;
Vom Tannenwalde steigen Düfte
Und hauchen durch die Winterlüfte,
Und kerzenhelle wird die Nacht.
Mir ist das Herz so froh erschrocken.
Das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken
Mich lieblich heimatlich verlocken
In märchenstille Herrlichkeit.
Ein frommer Zauber hält mich wieder,
anbetend, staunend muss ich steh'n;
Es sinkt auf meine Augenlider
Ein goldner Kindertraum hernieder,
Ich fühl's, ein Wunder ist gescheh'n.
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