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Jospeh

© Claudia Sperlich

Er wurde nie von seinem Herrn gefragt,
ob er den sonderbaren Ziehsohn wollte.
Er lernte träumend, wie er handeln sollte -
und blieb bei ihr und hat sich nicht beklagt.

Schon möglich, dass er trauerte und schmollte,
vielleicht von Zorn und Zweifel angenagt.
Doch hat das Ungewohnte er gewagt,
als das verheißne Wort ihn überrollte.

Er richtete, so gut es ging, die Hütte
und legte seinen Mantel auf die Schütte,
damit Maria weich lag und der Knabe.

Er brachte beide durch als Gastarbeiter.
Die Träume blieben seine Wegbereiter.
Vielleicht sah er den Sohn als Gottesgabe.


Unser Buchtipp
Dieses Gedicht findet sich in dem Buch

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Dr. Ronald Henss Verlag
ISBN 978-3-939937-09-8

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