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Endlich Osterferien!

© Angelina de Satura

"Keine Hausaufgaben, keine Lehrer und vor allem keine Schule!", freute sich Ben, als er aufwachte. Er streckte sich und gähnte zufrieden.

Manche seiner Freunde fuhren über Ostern ans Meer oder in die Berge, andere blieben wie Ben zuhause.

"Und, was hast du heute vor?", fragte Mama, als er in die Küche kam und Essen einpackte.

"Nicht in die Schule gehen sondern im Wald picknicken!", antwortete Ben gut gelaunt.

Ali klingelte schon an der Tür. Thea war auch dabei. Alle drei machten sich fröhlich auf den Weg. Im Wald kletterten sie einen steilen Hügel hinauf. Thea stolperte über eine Baumwurzel und verletzte sich am Knie. Ben half ihr und trug ihren Rucksack.

"Thea, was hast du denn alles in deinem Rucksack?", meckerte er und war froh, als sie endlich oben ankamen. Thea breitete eine Decke unter einem Felsvorsprung aus. Sie saßen im Schneidersitz, scherzten und verschlangen ihre Leckereien.

Aus heiterem Himmel blitzte es und ein Donnerschlag krachte laut. Die Kinder sprangen erschrocken auf. Starker Wind kam auf und es regnete in Strömen. Zum Schutz vor dem Unwetter, lehnten sich Ali, Thea und Ben fest gegen die Felsmauer

"Ooohhh!", schrie Ali und verschwand.

Thea und Ben starrten sich an.

"Äh... Hilfe!", hörten sie Ali rufen.

Thea und Ben krümmten sich vor Lachen. Ali lag in einem Gebüsch, nur seine zappelnden Füße waren zu sehen.

"Da ist eine Höhle!", rief Ali aufgeregt.

Thea und Ben kämpften sich durch das dichte Gebüsch und halfen Ali wieder auf die Beine. Staunend betrachteten sie das dunkle Loch in dem Felsen.

"Hätten wir nur Taschenlampen dabei", seufzte Ben.

"Haben wir", sagte Thea. Sie zauberte eine Taschenlampe aus ihrem Rucksack heraus.

"Hoffentlich lebt hier keine wilde Bestie", flüsterte Ali ängstlich.

"Hallo! Ist da jemand?", schallte Bens Stimme laut.

Ein unheimliches Geräusch antwortete aus der tiefen Dunkelheit.

Plötzlich kreischte Thea und schlug wild um sich ... Eine verschreckte Fledermaus flatterte an Theas Haar vorbei und flog nach draußen.

"Das wird unser geheimes Versteck", sagte Ali aufgeregt.

"Aus dem herumliegenden Holz könnten wir Sachen bauen", fügte Ben hinzu.

"Ali, am besten schreibst du auf, was wir besorgen müssen", entschied Thea. Sie reichte ihm aus dem Rucksack etwas zum Schreiben und zählte auf: "Wir brauchen Hammer, Nägel, Kerzen, Streichhölzer ... Autsch!"

Thea stürzte zum zweiten Mal an diesem Tag. Verärgert zielte sie mit der Taschenlampe auf die Stolperstelle.

"Da ... Da ... ", stotterte sie.

Aus der Erde spitzte etwas Holziges hervor.

Die Jungs versuchten sofort, den Fund mit ihren Händen auszugraben, doch der Boden war viel zu hart. Thea griff in ihren Rucksack.

"Wie wäre es damit?", kicherte sie und reichte einen Handspaten.

Ein fest verschlossenes Kästchen kam zum Vorschein.

Thea grinste schelmisch und fischte eine Blumenschere aus ihrem Rucksack heraus, geradezu perfekt um das Kästchen aufzubrechen.

"Goldmünzen!", staunte Ben.

Auf dem Inneren des Deckels stand: Eigentum von Michael Schulz.

"Wir dürfen es nicht behalten. Es gehört uns nicht", meinte Ali enttäuscht.

"Wir sollten es zur Polizei bringen", schlug Thea vor.

"Vielleicht gibt es eine Belohnung dafür", hoffte Ben.

Die Polizei staunte über diesen Fund.

"Wir werden versuchen, Michael Schulz ausfindig zu machen", versprach ein Polizist. "Soll ich euch nach Hause fahren?", bot er freundlich an.

Als Thea, Ben und Ali aus dem Polizeiauto ausstiegen, riss Bens Mama die Haustür auf.

"Was ist passiert?", schrie sie hysterisch.

"Alles in Ordnung!", beruhigte sie der Polizist, "Ich habe nur drei Schatzgräber sicher nach Hause gebracht."

Tage später, als Thea und Ali zuhause bei Ben spielten, bekamen sie überraschend Besuch.

"Hallo!", grüßte ein Fremder, "Mein Name ist Robert Schulz. Ich freue mich sehr euch kennenzulernen."

Er erzählte, dass Michael Schulz sein Großvater war. Diese Münzen wurden vor sehr langer Zeit gestohlen.

"Kommt mit nach draußen. Ich möchte mich bei euch bedanken", sagte er.

Vor dem Haus standen die tollsten Geländefahrräder der Welt. Die Kinder schrien, umarmten sich und hüpften vor Freude.

Mit denen fuhren sie während der Osterferien täglich in den Wald zu ihrem geheimen Versteck.

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