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Osterzeit

© Annett Born

Ein Ostwind eilig kommt gerannt
Boxt in Büsche, wirft mit Sand,
hat die Wiesen aufgeraut
aus Äckern staubige Kreisel gebaut.

Erste Glöckchen und die Veilchen
Ducken Köpfchen für das Weilchen
Eier, eben aufgehangen
Hält der gelbe Strauch gefangen
Rehe kosten Ostergras
Plötzlich peitscht er spitzes Nass.

Brauner Has auf alten Stoppeln
will noch in Verstecke hoppeln,
kunterbunte Nester legen,
die die Böen nicht ausfegen.

Seiner Tuba - schadenfroh -
Entlockt er freche Lieder
Da kommt die Sonne lichterloh
Und er hockt vor ihr nieder.

Sie lässt ihn zieh'n, zeigt ihr Erbarmen
Und entfaltet dann ihr Kleid
Goldenen fall'n, die etwas warmen
Strahlen in die Osterzeit.

Eingereicht am
07. März 2008

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