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Osterfunde

© Patricia Koelle

Unterwegs war noch der Winter
und irgendwie gewohnt.
Ich fragte nicht: was kommt dahinter?
da ward ich unversehens belohnt.

An diesem Morgen, der noch kühl
bracht ich dem Osterhasen Sachen
früh vor dem täglichen Gewühl
und eiligen Kindererwachen.

Da sah ich, er war schon hier gewesen
und hatte Mehreres versteckt:
im Himmel konnt ich Frühling lesen
er war nicht mehr so streng bedeckt.

Zwischen hellen Wolken zart
da gab es nunmehr Lücken
war heitres Blau ganz neuer Art
und um mich tanzten Mücken.

Ein Hauch von Wärme war zu spüren
in einem plötzlich sanften Wind
als öffne er vertraute Türen
ich fühlte selbst mich wieder Kind.

Junges Grün in neuen Zweigen
behutsam wie gemalt am Baum
als wollt mir jemand zeigen
die Zukunft bleibt kein Traum.

Ein Lächeln spielte leise
im Gruß des Zeitungsboten
der Star pfiff scheu eine Weise
als fänd er vergessene Noten.

Gelbe Blüten wie gestreut
wuchsen aus dunkler Erde rege
haben mich zutiefst erfreut
frische Hoffnung auf dem Wege.

Des Hasen Werk war eine Feier
der nichts hinzuzufügen war
so aß ich selbst die Ostereier
die Krümel bekam der Star.

Eingereicht am
05. Januar 2008

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