Fremde
© Patrick D. Buse
Ich wache auf, spüre diesen durchdringenden Schmerz.
Schmutziges Licht durchdringt die Gasse. Meine Haare sind dreckig und zerzaust. Sehe an mir herab, das Kleid zerrissen, die Knie aufgeschürft. Schwarzbrauner Schorf und beißender Schmerz. Alter Gestank liegt in der Luft und den Pfützen spiegelt sich das Grau. Wirre Gedankenfetzen strömen auf mich ein - die Reise, das Lokal, die Männer auf der Straße - und wieder dieser Schmerz. Die Pein, das Unglück. Ohnmacht. Spüre wieder die Hände auf meinem Körper. Wortfetzen irren durch meinen Kopf. Ärgerliche Schreie. Mein Widerstand ist gebrochen.
Ich sehe einen Polizisten und will ihm meine Situation erklären, nehme allen Mut zusammen. Trete auf ihn zu.
Er scheint mich nicht zu verstehen. Er spricht
gebrochen: "Gibs auf!" Immer wieder nur dieses kaltherzige "Gibs auf!" Es dröhnt in meinem Kopf.
Irgendwie kommt er mir bekannt vor, war er es nicht gestern im Lokal, der mich noch auf ein Bier einlud?
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Eingereicht am 19. Februar 2007.
Herzlichen Dank an die Autorin / den Autor.
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