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Professor von Löber geht als deutscher Botschafter nach Kenia

© Erna Landsknecht


Torsten von Löber ist Professor an der Humboldt-Universität in Berlin. Er unterrichtet dort seine Schüler in Physik. Nebenbei gibt er ihnen noch unterricht für eine gute Völkerverständigung. Er predigt immer zu seinen Schülern: "Ein jeder von uns muss seinen Beitrag dafür leisten, damit es friedvoller in der Welt zugeht."
Seine Tochter Angelika studiert auch an der Humboldt-Universität Medizin. Sie absolvierte gerade ihr letztes Semester. Zu ihrem Vater sagte sie: "Ich möchte gerne Fachärztin für innere Medizin werden. Das liegt mir ganz besonders am Herzen. Mein größter Wunsch wäre aber, eine eigene Arztpraxis zu besitzen. Nur wird das für mich bestimmt ein unerfüllter Wunschtraum bleiben. Der Weg dorthin wird für mich nicht so leicht und einfach werden."
Mit ihrer Mutter hatte sie über ihre Probleme auch schon gesprochen. Sie war s immer ihre engste Vertraute gewesen. Mit ihr konnte sie reden wie mit einer guten Freundin.
"Angelika du wirst bestimmt einmal eine tüchtige Ärztin werden. Verliere nicht gleich deinen Mut du musst wissen: "Vor dem Preis haben die Götter ihren schweiß gesetzt. Dein Großvater war auch Professor am Rudolf Virchow Klinikum gewesen. Leider war er viel zu früh gestorben. Oma Inge trauert heute noch um ihn.
Professor Thorsten von Löber wohnt mit seiner Familie und seiner Mutter in einem Patrizierhaus in Grunewald.
Oma Inge sagte zu ihren Sohn: "Unser Haus muss im Familienbesitz bleiben, ihr müsst mir versprechen, dass ihr mein Haus nicht verkauft."
Ihr Sohn versprach seiner Mutter: "Sei ohne Sorge, wir verkaufen dein Haus bestimmt nicht. Angelika erbt einmal dein Haus, wenn ich und Gertrude nicht mehr leben. Bis das soweit ist, dauert es noch ein Weilchen."
Professor von Löber kam dieses Mal etwas früher als sonst aus der Universität nach Hause. Er wirkte auf seine Frau etwas zerstreut. Er war nicht ganz bei der Sache und machte einen niedergeschlagen Endruck.
Seine Frau sah es ihm sofort an und sie fragte ihren Mann: "Thorsten was ist geschehen, du bis doch nicht krank?"
"Viel schlimmer" sagte ihr Mann "man hat mir die Stelle als Botschafter am deutschen Konsulat in Kenia angeboten. Und die sollte ich schon in den nächsten acht Wochen antreten. Sie gaben mir so viel Zeit, um mich darauf vor zu bereiten. Der Deutsche Botschafter der bisher die Stelle innehatte, ist schwer erkrank. Und da sie keinen Besseren zurzeit gefunden hatten, hat man mir die Stelle als Botschafter angeboten. Es war auch sehr wichtig, dass ich verheiratet bin.
Darüber müssen wir mit Angelika reden, ich weiß nicht ob sie mit uns gehen möchte. Sie studiert hier noch und absolviert gerade ihr letztes Semester. Da sind die Aussichten schlecht, um ihr Studium hier abzubrechen."
Als Angelika hörte, dass ihre Eltern nach Kenia reisen mussten, sagte sie: "Ich bleibe bei Oma Inge, erst wenn ich meinen Doktor in der Tasche habe, dann komme ich zu euch. Vielleicht ist es in Kenia auch für mich leichter, eine Arztpraxis zu eröffnen. In Berlin gibt es genug Ärzte die darauf warten, sich selbstständig zu machen. Bei Oma Inge bin ich gut aufgehoben und sie ist nicht so alleine in dem großen Haus."
"Das denken wir auch" sagten ihre Eltern, "beende erst einmal dein Studium und wenn du deinen Dr. gemacht hast dann kannst du entscheiden ob du zu uns kommen möchtest.."
Für Oma Inge war das etwas zu schnell, dass ihr Sohn beruflich nach Kenia reisen muss. Und doch fand sie sich schneller damit ab, als ihr Sohn es wahr haben wollte. Er hatte Bedenken gehabt, seine Mutter hier zurück zu lassen.
"Ich habe doch noch meine Enkeltochter bei mir, wozu es sich hier noch zu leben lohnt" meinte Oma Inge.
Angelika hat einen Studienfreund kennen gelernt und kommt aus Mombasa Afrika er studiert Agrarwirtschaft. Er wollte seinen Landsleuten unterrichten, wie sie aus eigener Kraft ihr Land nutzbringend bewirtschaften sollten.
Angelikas Eltern rüsteten sich schon für die bevorstehende Reise. Es war für sie kein so leichter Schritt den sie gehen mussten. Im Gegenteil, es viel ihnen schwer, Berlin den Rücken zu kehren. Wann sie wieder nach hier zurückkommen, das wussten zu diesem Zeitpunkt Thorsten von Löber und seine Frau noch nicht.
Marc der Freund von Angelika meinte: "Nairobi ist eine schöne Stadt, ich war selber schon dort gewesen. Ich hatte vorgehabt dort zu studieren. Da war für mich kein Studienplatz mehr frei gewesen. So habe ich es vorgezogen, in Deutschland zu studieren.
Wenn ich hier fertig bin mit meinem Studium, gehe ich nach Mombasa zurück. Wenn du mit mir kommst, dann würde ich mich sehr freuen. Mombasa ist auch eine schöne Stadt, wo es sich zu leben lohnt. Meine verstorbenen Eltern hatten dort auf den Baumwollfeldern gearbeitet diese liegen einige Kilometer von Mombasa entfernt. Die Baumwolle wurde nach der Hafenstadt gebracht."
"Das kann ich dir nicht versprechen Marc ob ich nach Mombasa komme " sagte Angelika "ich bleibe so lange in Berlin bis ich meinen Dr. in der Tasche habe und das dauert noch ein Weilchen. Ich gebe dir jetzt schon einen guten Rat, warte nicht auf mich. Wenn ich schon von hier gehe, dann reise ich nach Nairobi zu meinen Eltern."
Der Tag der großen Abreise war herangerückt und mit ihm der Abschied. Besonders schmerzlich war er von Oma Inge gewesen.
Angelika brachte ihre Eltern zum Flugplatz Tegel. Die Maschine stand schon zum Abflug bereit, die sie nach Kenias Hauptstadt Nairobi bringen sollte. Auch hier mussten sie sich von ihrer Tochter verabschieden. Das ihnen nicht so leicht gefallen war.
Angelika sagte zu ihren Eltern: "Wenn ich mit meinem Studium fertig bin und promoviert habe, werde ich vielleicht zu euch kommen, noch bin ich bei Oma Inge ganz gut aufgehoben."
Professor von Löber und seine Gemahlin waren angenehm überrascht von Nairobi. So schön hatten sie es sich nicht vorgestellt.
Das Deutsche Konsulat hatte ihnen ein Auto mit Fahrer geschickt, um das Ehepaar von Löber ab zu holen. Mit ihrer Wohnung, die das deutsche Konsulat ihnen zur Verfügung gestellt hatte, waren sie mehr als zufrieden, alles war auf das Modernste eingerichtet.
Die ersten Tage war den beiden sehr schwer gefallen. Sie mussten sich an das Klima hier gewöhnen und mit ihr die Zeitverschiebung.
Das Deutsche Konsulat gab Professor von Löber und seiner Gemahlin genügend Zeit, um sich hier mit den Gegebenheiten des Landes vertraut zu machen.
Nach gut zwei Wochen hatten sie ihre Wohnung eingerichtet und sich so gut es ging auch eingelebt. Frau von Löber bekam für ihren Haushalt eine farbige Hausangestellte zugewiesen. Sie wäre auch ohne sie auskommen. Aber das deutsche Konsulat wollte es ihnen leicht machen. Bessy, so hieß die Hausangestellte, hatte schon bei dem Vorgänger von Professor von Löber gearbeitet.
Frau von Löber war oft dabei, wenn ihr Mann ausländische Diplomaten in sein Konsulat eingeladen hatte. Hierbei galt es doch, Deutschland gut zu vertreten. Dadurch kam eine gute Völkerverständigung zu Stande. Vieles wurde dadurch leichter. Vor allem sich mit den anwesenden Diplomaten vertraut zu machen.
Professor Thorsten von Löber hat sich wiedererwarten schnell in sein neues Amt eingearbeitet. Seine Frau unterstützte ihren Mann wo sie es nur konnte.
Inzwischen waren sie bald ein Jahr in Nairobi und besuchten in Kenia andere Städte und Sehenswürdigkeiten. Sie wollten sich hier vertraut machen um Land und Leute besser kennen zu lernen.
Angelika telefonierte unterdessen oft genug mit ihren Eltern. Und heute teilte sie ihnen mit: "Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für euch."
"Komm Angelika mach es bitte nicht so spannend" sagte ihre Mutter "erzähl' uns was du auf dem Herzen hast."
"Ich habe meinen Dr. gemacht, ist das nicht gut? Das war die gute Nachricht und die traurige Nachricht ist: "Oma Inge geht es nicht gut, Ich glaube, dass sie es nicht mehr lange durchhält. Was machen wir mit dem großen Haus" wollte Angelika wissen "wenn Oma Inge stirbt?"
"Wir kommen mit der nächsten Maschine" sagte die Mutter "dann reden wir darüber was wir mit dem Haus machen wollen. Wenn du aber darin wohnen möchtest, dann wäre dieses Problem schon gelöst."
"Wir werden uns darüber ausführlich unterhalten, wenn ihr in Berlin seid" sagte Angelika. Und sie dachte: "Wenn meine Eltern kommen, dann will ich ihnen erzählen, dass ich doch nach Nairobi mit komme. Ohne sie gefällt es mir hier nicht mehr und wenn Oma Inge sterben sollte, dann erst recht nicht mehr."
Angelikas Eltern kamen wie vereinbart mit dem Flieger in Berlin Tegel an. Sie holte ihre Eltern mit ihrem Auto ab und erzählte ihnen als erstes: "Oma Inge liegt im sterben, es kann sich hier nur noch um kurze Zeit handeln."
Dass Oma Inge für immer ihre Augen schließen wollte, das war sehr schlimm. So alt war sie doch noch gar nicht. Sie hatte aber keinen Lebenswillen mehr. Und das seit dem ihr Mann gestorben war. Aber jetzt wollte sie ihren Sohn und ihre Schwiegertochter noch einmal sehen bevor sie ihre Augen für immer schließt, nur das hielt sie noch vom Sterben ab.
Frau von Löber und ihr Gemahl waren den Tränen nahe, als sie Oma Inge so blass in ihren Kissen liegen sah. Beim Anblick ihres Sohnes und der Schwiegertochter war ein lächeln in ihrem Gesicht zu erkennen, als wollte sie sagen: "Schön dass ihr gekommen seid, jetzt kann ich beruhigt die Augen zu machen.
Angelika, die dazu kam, hielt die Hand ihrer Oma, sie sollte fühlen, dass ihre Enkelin bei ihr ist. Darauf hin schloss Oma Inge für immer ihre Augen. Angelika konnte es einfach nicht verstehen, dass ihre Oma sterben musste. Sie hing doch an ihr, sie war schon als Kind immer bei ihr gewesen. Ihre Oma nahm sich immer viel Zeit für ihre Enkeltochter.
Am Abend sprach sie noch lange mit ihren Eltern was sie mit dem Haus machen wollten und kamen überein, dass sie ihr Haus vermieten wollten.
Da sagte Angelika: "Ein bekannter Neurologe, den ich von der Uni kenne, würde unser Haus mieten oder auch kaufen."
"Wir wollen unser Haus erst einmal vermieten" sagte ihr Vater. Die oberste Etage, die wollen wir für uns behalten wenn wir nach hier zurückkehren. Auch für dich Angelika wäre es sinnvoll, so weist du immer wenn du nach Berlin kommst wo du schlafen kannst. Und wie ich von dir gehört habe hast du deinen Dr. in der Tasche. Darauf wollen wir heute Abend anstoßen."
Angelika sagte zu ihren Eltern: "Oma Inge versprach mir noch kurz vor ihrem Tod: Ich sollte ihr erspartes Vermögen erben. Wenn das stimmt, dann möchte ich mit dem Geld in Nairobi eine Arztpraxis eröffnen. In Berlin könnte ich keine Arztpraxis kaufen. Außerdem kostet es hier bedeutend mehr und in Nairobi sind wir zusammen. Was soll ich hier alleine in Berlin machen"
"Da hast du recht Angelika" sagten ihre Eltern, "wir sind mit dir da einer Meinung. Wenn wir Oma Inge beerdigt haben dann gehen wir zu ihrem Rechtsanwalt, der kann uns Omas Testament eröffnen.
Aber was anderes wollten wir dich fragen. Was ist aus Marc geworden? Bist du nicht mehr mit ihm befreundet?"
"Marc ist doch nach Mombasa zurückgekehrt" erwiederte Angelika. "Er arbeitet dort in der Agrarwirtschaft und soviel ich weis, wollte er sich dort selbstständig machen."
"Wir waren im gutem Glauben, dass es etwas Ernstes mit deinem Freund war" sagte ihre Mutter. "Aber dein Vater und ich sind der Meinung, dass du bestimmt noch den richtigen Mann kennen lernen wirst, obwohl wir in deinem Alter schon verheiratet waren" nicht wahr Thorsten?"
"Damit hast du allerdings recht Gertraude. Aber unsere Tochter hatte doch Medizin studiert. Das Studium ist bekanntlich länger als in einem anderen Fach. Und darüber ist unsere Angelika schon bald dreißig Jahre alt geworden."
Die Zeit bis zu der Beisetzung war schnell herangerückt. Es war eine große Beerdigung. Oma Inge war doch in Berlin Grunewald keine Unbekannte. Das lag daran, dass ihr Mann als Professor im Virchow Krankenhaus tätig gewesen war.
Der Rechtsanwalt Dr. Collin ein Bekannter der Familie nahm an der Beisetzung auch teil. Anschließend bat er Professor von Löber, mit Frau und Tochter in seine Kanzlei zu kommen. Und machte mit ihnen einen Termin aus.
Da fragte Angelika ihre Eltern: "Wie lange seid ihr noch hier in Berlin, ich kann erst zu euch nach Nairobi kommen, wenn ich hier alles unter Dach und Fach gebracht habe."
"Deine Mutter und ich, werden schon bald nach Nairobi fliegen sagte ihr Vater. Wir könnten ein Teil deines Gepäcks schon mitnehmen, dann ist es für dich viel leichter." "Das freut mich" erwiderte Angelika, "dann brauche ich mich mit meinen Koffern nicht so abplagen."
Beim Rechtsanwalt Dr. Collin hörten Professor von Löber und seine Gemahlin so wie Angelika was Oma Inge in ihrem Testament verfügt hatte. Er las es ihnen wie folgt vor: "Angelika von Löber meine Enkeltochter soll mein gesamtes Barvermögen erben."
Für Angelika, war das was sie da hörte, nicht wenig. Ihre Eltern bekamen das Haus zu gesprochen mit allem Inventar. Darunter waren wertvolle Ölgemälde sowie eine Sammlung von Goldmünzen. Damit konnten sie alle zufrieden sein.
Dass Oma Inge über so viel erspartes Geld verfügte, das hatte von den Hinterbliebenen keiner geahnt.
Damit kann Angelika sich in Nairobi eine Arztpraxis kaufen oder pachten. Ihr Wunschtraum könnte bald wahr werden.
Der Tag der Abreise war heran gerückt. Die Eltern verabschiedeten sich nach vierzehn Tagen Aufenthalt in Berlin von ihrer Tochter. Angelika versprach ihren Eltern so schnell wie möglich nach zu kommen.
Der Neurologe Dr. Claasen war inzwischen in dem Haus ihrer Eltern eingezogen und eröffnete seine Artpraxis im Erdgeschoss des Hauses. Er kam mit den Räumlichkeiten auf seiner Etage im Hause gut zu recht.
Nachdem alles geregelt war, konnte Angelika nach Nairobi fliegen. Es war ein langer Flug gewesen. Dort wurde zum größten Teil englisch gesprochen die Sprache war sie mächtig.
Ihre Eltern hatten inzwischen für ihre Tochter eine schöne Arztpraxis gefunden. Das wusste Angelika noch nicht. Ihr Vater, der auf dem deutschen Konsulat tätig ist, hatte gute Beziehungen gehabt, nur so war es möglich gewesen so schnell eine Arztpraxis zu finden.
Für die Ankunft ihrer Tochter waren die Eltern gut vorbereitet. Sie waren gespannt was sie sagen würde, wenn sie erfährt, dass sie im Zentrum Nairobis eine Arztpraxis mit der dazu gehörigen Wohnung gefunden haben.
Die Maschine war planmäßig gelandet. Angelika wurde von ihrem Vater am Flugplatz abgeholt. Er war froh, dass seine Tochter in den Schoß ihrer Eltern zurückgekommen ist. Als erstes sagte er: "Deine Mutter und ich haben eine Überraschung für dich parat."
"Da bin ich aber neugierig Vater" sagte Angelika.
Frau von Löber hatte den Kaffeetisch schon gedeckt als Angelika mit ihrem Vater die Wohnung betrat. Sie staunte zu Recht, dass ihre Eltern eine so schöne Wohnung haben und sie sagte zu ihnen: "Nairobi ist eine schöne Stadt fast so schön wie unsere Hauptstadt Berlin. So groß hatte ich sie mir im Traum nicht vorgestellt."
Während sie den köstlichen Kuchen aßen, erzählte Angelikas Mutter: "Dein Vater hat für dich eine freistehende Arztpraxis gemietet, das heißt wenn sie dir zusagt?"
"Professor Edgar Baker, ein junger Freund von mir, musste vorerst seinen Beruf an den Nagel hängen wegen seiner Krankheit" sagte ihr Vater "ich hatte ihn bei einem Festessen in der deutschen Botschaft kennen gelernt. Und weil er einen netten Eindruck auf mich gemacht hatte, habe ich mich mit ihm angefreundet. So war es mir möglich, für dich seine modern eingerichtete Arztpraxis zu mieten."
Angelika fragte ihren Vater: " Was hat der Professor für eine Krankheit? Ich bin erstaunt darüber, dass er sich als Arzt nicht selber helfen konnte."
"Das geht nicht so einfach" sagte ihr Vater "er hat Blutkrebs und er braucht dringend eine Knochenmarkspende. Wenn er sie nicht bald bekommt dann muss er sterben. So hatte er es mir erzählt."
"Dann will ich versuchen den geeigneten Spender für ihn zu finden und wenn es nicht zu umgehen ist, werde ich ihm mein Knochenmark spenden."
"Angelika, wenn das so leicht wäre. Viele Leute in Nairobi haben sich schon untersuchen lassen. Darunter war niemand, der in Frage kam sein Knochenmark zu spenden. Wir werden ihn heute Abend besuchen. Und wenn dir seine Arztpraxis zusagt, dann kannst du zum nächsten Ersten einen Pachtvertrag mit ihm abschließen."
"So wie ihr mir den Fall geschildert habt" sagte Angelika "werde ich seine Arztpraxis bestimmt übernehmen."
Gegen Abend fuhren die Eltern mit ihrer Tochter zu Professor Baker.
Er begrüßte sie auf das aller Herzlichste.
Angelika war von dem Mann fasziniert. Er war kein Weißer aber auch kein Farbiger. Ein Elternteil muss nach Angelikas Meinung ein Weißer gewesen sein was hier häufig der fall ist. Mit seinem pechschwarzen Haar und seiner gebräunten Haut stellte er etwas vor.
Angelika mochte ihn auf Anhieb und sagte zu sich: " Dem Mann muss geholfen werden nur wie, darüber musste sie mit ihm reden."
Professor Edgar Baker mochte Angelika gut leiden mit ihrem Goldblonden Haar man sah es ihr an, dass sie eine Europäerin ist. Es bestand auf beiden Seiten eine völlige Übereinstimmung.
Professor Edgar Baker sagte zu Angelika: "Ich zeige ihnen meine Praxis. Wenn sie es möchten und sie sich hier wohlfühlen, dann können sie meine Arztpraxis pachten. Für den Anfang stehe ich ihnen gerne zur Verfügung und werde sie mit allem Vertraut machen, damit wird der Einstieg für sie leichter fallen."
Angelika war sichtlich erfreut über sein faires Angebot. Und da er ihr den Einstieg so leicht machen wollte sagte sie: " Professor Baker Ich nehme ihre Arztpraxis mit Freude an. Aber vorher verspreche ich ihnen, dass ich mich in meinem Bekanntenkreis umhören möchte, um ihnen zu helfen ihren Krebs zu besiegen."
Professor Edgar Baker sagte: "Ich habe mich schon damit ab gefunden, dass mir nicht mehr geholfen werden kann."
"Dann überlassen sie mir die Aufgabe ihnen zu helfen" sagte Angelika von Löber, "auch wenn ich auf dem Gebiet noch in den Kinderschuhen stecke. Ich werde alle Hebel in Bewegung setzen, um ihre Krankheit zu besiegen. Ich habe mit der Charité in Berlin noch Kontakt. Und ich werde ihnen ihren Fall schildern."
"Das würdest du für mich tun kleine Angelika? Entschuldige, dass ich Du zu dir gesagt und dich mit deinem Vornamen angesprochen habe."
"Das macht doch nichts, wir sind doch Kollegen" sagte Angelika "ich höre es gerne, wenn du mich mit meinem Vornamen anredest. Aus deinem Mund gesprochen klingt es wie eine schöne Symphonie."
"Dann schlage ich doch vor Angelika, dass wir auf unsere Freundschaft anstoßen sollten" meinte Edgar Baker. "Ich möchte dich für Morgen einladen, wir haben noch so viel zu besprechen."
Angelika und ihre Eltern freuten sich, dass sie mit Professor Baker handelseinig geworden waren und sie sagten zu ihm: "Wir möchten sie Samstag zu uns einladen, dann kann Angelika ihren Pachtvertrag unterschreiben und wir verbürgen uns für unsere Tochter, dass alles korrekt ab läuft."
"Dagegen habe ich nichts ein zu wenden" sagte Professor Baker. "Ich nehme ihre Einladung gerne an. Und ich bringe den Pachtvertrag mit."
Professor Baker flüsterte Angelika ins Ohr: "Zuerst wollen wir uns morgen treffen ehe ich meine Aufwartung bei deinen Eltern mache. Ich habe mich in dich unsterblich verliebt."
"Mir geht es nicht anders Edgar" sagte Angelika "auch ich habe mich in dich verliebt, was bei mir nicht so leicht vorkommt. So schnell verliere ich mein Herz nicht an das männliche Geschlecht."
Angelika sagte es auch ihren Eltern, dass sie sich in Professor Baker verliebt hat.
"Aber Kind, der Mann ist doch krank" sagten ihre Eltern.
"Gerade deswegen fühle ich mich als Ärztin verpflichtet dem armen Mann zu helfen" erwiederte Angelika.
"Wenn du meinst Angelika, dass du Professor Baker von seinen Leiden helfen kannst, dann haben wir dagegen nichts ein zuwenden. Wir wären auch froh wenn er wieder gesund wird."
Am nächsten Tag traf Angelika Professor Baker in seiner Praxis. Er sah blendend aus in seiner weißen Arztgarderobe und seinem gebräunten Gesicht. Er hatte schon den Sekt kalt gestellt um mit ihr auf gute Zusammenarbeit an zu stoßen und er sagte: "Ich heiße Edgar."
"Das weis ich du Dummerchen, du hattest es mir schon gesagt als du dich vorgestellt hast. Wie ich heiße, das weist du bereits, aber aus deinem Mund gesprochen höre ich es immer wieder gerne."
"Dann trinken wir ganz offiziell auf unser Du meine kleine Angelika und er küsste sie zart auf ihren dargebotenen Mund."
Angelika erwiederte seinen Kuss und hauchte ihm ins Ohr: "Du hast mich verhext. Mit meinen dreißig Jahren habe ich mich noch nie so verliebt wie in dich Edgar."
Edgar erzählte: "Ich bin alleinstehend, meine Eltern leben nicht mehr, sie wohnten auf dem Lande, da war die Hygiene nicht so gut. Das Trinkwasser war damals verseucht. Sie sind beide an der Cholera gestorben. Ich habe zu spät davon erfahren, sonst hätte ich ihnen doch geholfen.
Ich habe nur noch einen Bruder in Amerika, der lebt im Staate Colorado. Er bewirtschaftet dort eine Ranch, vielleicht treffen wir ihn bald. Das heißt wenn ich wieder gesund werde."
"Ja hast du nicht versucht ob dein Bruder nicht als Knochenmarkspender für dich in Frage kommt" wollte Angelika wissen?
"Das habe ich" erwiederte Edgar "er kann mir nicht helfen."
"Ja dann bleibt für uns nur eine einzige Möglichkeit: Ich werde dir mein Knochenmark spenden."
Der Tag klang trotz ihrer gemeinsamen Sorgen für die Liebenden mit einem Happyend aus. Angelika sagte: " Ich verspreche dir, dass wir uns gegenseitig helfen und uns unterstützen, denn gemeinsam sind wir ein starkes Team."
Angelikas Mutter merkte es ihrer Tochter an, dass sie eine Andere war: So glücklich hatte sie ihre Tochter nur selten gesehen und warnte sie vor zu schnellen Entschlüssen.
Auch ihr Vater meinte: "Du kennst ihn noch nicht lang genug um heute schon zu sagen: Den oder keinen."
Angelika sagte darauf: "Kommt Zeit kommt Rat. Ich für meine Person mag Edgar, gerade jetzt braucht er mich an seiner Seite an die er sich anlehnen kann."
"Dann mach was du willst. Morgen kommt er zu uns und dann werden dein Vater und ich ihn sagen, dass er nicht mit dir spielen sollte."
"Kümmert euch lieber nicht darum" sagte Angelika "ich werde ja sehen wie sich unsere Liebe weiter entwickeln wird."
Edgar brachte einen wunderschönen Rosenstrauß zur allgemeinen Begrüßung mit, den er Angelikas Mutter überreichte.
Frau von Löber bedankte sich und sagte: "So schöne wohlriechende Rosen habe ich in Deutschland noch nicht gesehen."
Da meinte Professor Baker: "Für die Mutter von Angelika sie, ist mir nichts zu teuer.
Nach dem sie die Kaffeetafel aufgehoben hatten, sagte er zu ihnen: "Ich habe mich in ihre Tochter verliebt und sollte ich das Glück haben wieder gesund zu werden, dann bitte ich um die Hand ihrer Tochter."
"Mein Mann und ich wünschen uns auch nichts sehnlicheres, als dass sie wieder ganz gesund werden."
Angelika sagte: "Wenn alles nichts hilft, dann werde ich mich als Knochenmarkspenderin zur Verfügung stellen. Ich habe das seltene Glück Edgar mein Knochenmark zu spenden was er dringend benötigt. Und das hatte ich ihm auch versprochen."
"Das würdest du tatsächlich für mich tun Angelika" und er sagte zu ihr: "Wenn ich wieder ganz gesund bin, dann werden wir eine Gemeinschaftspraxis eröffnen, was hältst du davon?"
Professor von Löber und seine Gattin waren damit auch einverstanden, dass ihre Tochter bereit war, ihrem Verlobten zu helfen. Sie sagten zu ihr und ihrem Verlobten: "Diesen Tag werden wir gebührend feiern."
In diesem Moment schellte es. Angelika fragte ihre Eltern: "Erwartet ihr Besuch?"
"Nicht dass wir wüssten" was meinst du Thorsten?
Professor von Löber öffnete die Tür. Vor ihm stand Marc, ein Studienfreund von Angelika. Beide wussten für kurze Zeit kein Wort hervor zu bringen, damit hatte er nicht gerechnet.
Marc der sich als erster gefangen hatte fragte: "Kann ich Angelika sprechen?" "Angelika ist zur Zeit mit ihrem Verlobten bei uns" sagte Professor von Löber. Und führte ihn in das Wohnzimmer.
Angelika war wohl auf alles gefasst, dass ihr früherer Studienfreund Marc vor ihr stand, daran hatte sie im Traum nicht gedacht und wurde doch etwas verlegen.
Professor Edgar Baker, ihr Verlobter, wunderte sich nur, dass sie den Mann mit seinem Vornamen ansprach und dachte: "Hier stimmt doch etwas nicht."
Marc erzählte Angelika: "Ich bin nach Nairobi gekommen, um dich zu fragen ob du zu mir kommen möchtest. Deinetwegen bin ich von Mombasa nach hier gekommen."
Angelika war darüber doch sprachlos, dass er ihretwegen gekommen war und sagte zu ihm: "Ich kann nicht mit dir kommen, ich bin verlobt" und stellte ihren Verlobten vor.
Edgar war eifersüchtig geworden, dass es doch noch einen Mann in Angelikas Leben gab.
Darauf hin begrüßte Edgar seinen Rivalen
"Dann gratuliere ich ihnen, dass sie Angelika heiraten wollen" sagte Marc. "Ich bin wohl zu spät gekommen. Ich wollte Angelika damals schon um ihre Hand anhalten. Aber da musste ich nach Mombasa zurück, ich fand dort in der Agrarwirtschaft eine frei werdende Stelle. Angelika wollte nicht mit mir kommen sie war mit ihrem Studium noch nicht fertig. Ihr zu liebe bin ich heute nach Nairobi gekommen, um Angelika zu treffen. Aber wie die Sachelage hier ausschaut, bin ich zu spät gekommen."
"Das tut mir leid Marc" sagte Angelika, "wie du siehst, habe ich mich für meinen Verlobten entschieden. Wir können dennoch gute Freunde bleiben, was meinst du Edgar?"
"Dagegen habe ich nichts ein zu wenden" sagte Edgar. "Er darf dir nur nicht mehr zu nahe treten sonst könnte ich eifersüchtig werden."
"Keine Sorge Professor Baker" sagte Marc, "ich werde mich stillschweigend zurück ziehen, obwohl es mir sehr schwer fallen wird."
Und nach dem Zwischenfall mit Marc sagte Angelika zu Edgar: "Wir beide werden nach Deutschland fliegen. Im Berliner Charite Krankenhaus werde ich dir mein Knochenmark spenden."
Edgar schloss darauf seine Angelika in die Arme und sagte: " Mit deiner Hilfe werde ich wieder wie neu geboren sein."
Angelika und Edgar flogen wie verabredet nach Berlin.
Im Charite Klinikum war für beide alles vorbereitet. Der Eingriff musste hier mit großer Genauigkeit ausgeführt werden.
Der Chefarzt vom Charite Klinikum Professor Schmidt sagte zu Angelika: "So wie die Dinge hier aussehen, wird dein Verlobter wieder ganz gesund."
Edgar drückte Angelika an sein Herz, noch ehe der Eingriff gemacht wurde und sagte zu ihr: "Ich wünsche mir, dass ich wieder ganz gesund werde, besonders seit wir zusammen sind."
Am nächsten Tag war schon alles vergessen. Der Chefarzt sagte zu ihnen: "Vorsichtshalber bleibst du und dein Verlobter noch ein paar Tage im Krankenhaus, das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Danach werden wir erfahren, ob dein Verlobter die Knochenmarkspende von dir angenommen hat. Ich habe keinerlei Bedenken, dass etwas schief laufen könnte.
Er fragte Angelika nach ihrem Befinden, denn beide kannten sich als sie ihr Arztpraktikum im Charite Klinikum absolviert hatte. Aber da war er noch kein Professor.
Angelika gratulierte ihrem früheren Kollegen Professor Schmidt noch nachträglich zu seine Professur sagte: "Ich freue mich mit dir, dass du es geschafft hast. Das ist doch großartig für dich, du warst für mich immer schon ein Vorbild gewesen.
Und wie du sicher weist, wohne ich in Nairobi. Meine Eltern leben auch dort und Vater ist Botschafter am deutschen Konsulat. Und ich leite dort eine eigene Arztpraxis. Wenn mein Verlobter wieder ganz gesund wird, werden wir in seiner Arztpraxis gemeinsam arbeiten, die ich schon während seiner Krankheit alleine geführt hatte."
"Dann wünsche ich dir und deinem Verlobten viel Glück" sagte ihr Kollege Professor Schmidt. Und wenn ich Urlaub habe, werde ich euch in Nairobi besuchen. Das heißt wenn ich euch willkommen bin, denn ich wollte schon immer nach Afrika reisen."
"Wir freuen uns doch wenn du uns mit deinen Besuch beehren willst. Nicht wahr Edgar" sagte Angelika.
"Das ist doch eine große Ehrensache, dass dein Kollege zu uns kommt" sagte Edgar und bot Professor Schmidt das Du an. "Wir sind doch Berufskollegen was meinst du Angelika?"
Edgar und Angelika hatten Glück im Unglück gehabt. Die Knochenmarkspende war zu ihrer Zufriedenheit gut verlaufen. Angelika sagte zu ihrem Verlobten: "Wir werden ein paar Tage in Berlin bleiben. Wir besitzen in Grunewald ein Haus. Die obere Etage wird von uns bewohnt. Das Erdgeschoss hatten wir an einen Neurologen Dr. Collin vermietet."
"Dann kannst du mir die Sehenswürdigkeiten von Berlin zeigen" sagte Edgar. "Soviel ich bisher gesehen habe, ist Berlin eine Reise wert."
"Das ist sie bestimmt" sagte Angelika "wir werden auch noch das Grab meiner Oma Inge besuchen, ich werde ihre Lieblingsblumen aufs Grab legen. Nur schade, dass sie es nicht mit erleben kann, dass ich einen lieben Mann gefunden habe."
"Das hast du gut formuliert Angelika, auch ich habe in dir die Frau meines Lebens gefunden."
Und nach einer Woche fühlte sich Edgar viel wohler wie schon lange nicht mehr. Beide traten danach wieder die Heimreise an.
Angelikas Eltern ließen es sich nicht nehmen, um ihre Tochter und ihren Verlobten am Flugplatz ab zu holen. Sie gratulierten beide, dass der Eingriff so gut verlaufen war. Aus diesem Anlass heraus wollten sie diesen Tag gebührend feiern.
Edgar hatte die längst fälligen Verlobungsringe gekauft, beide steckten sich gegenseitig ihre Ringe an. Er sagte zu ihr: " Ich bin der glücklichste Mensch unter der Sonne."
Angelika freute sich über diesen wertvollen Ring und küsste Edgar als Dankeschön auf seinen dargebotenen Mund.
Edgar sagte zu ihr: "Wir gehen in unsere Arztpraxis. Ich möchte den Abend mit dir meine Geliebte verbringen. Ich muss dich Heute ganz besitzen, denn während meiner Krankheit, war ich damit immer etwas zurückhaltend gewesen, das wirst du doch gespürt haben. Aber jetzt fühle ich mich so stark wie Tarzan."
"Dann sei bitte nicht ganz so stürmisch mein lieber Edgar, etwas mehr Zärtlichkeiten wären mir angenehmer. Wir wollen doch zusammen unsere Arztpraxis eröffnen, die wir so sträflich vernachlässigt hatten, dort brauchst du deine ganze Kraft."
"Dann mache ich dir einen Vorschlag Angelika: Ich möchte dich so schnell wie möglich heiraten, was hältst du davon?"
"Dagegen habe ich nichts ein zu wenden" erwidert Angelika
Edgar sagte darauf: "Wir eröffnen unsere Arztpraxis unter folgenden Namen: "Gemeinschaftspraxis Professor Baker und Frau Dr. von Löber."
"Das hast du gut formuliert Edgar" sagte Angelika, "das könnte auch von mir stammen. Zusammen sind wir ein starkes Team."
"Und Pfingsten werden wir heiraten" sagte Edgar "was hältst du davon Angelika? Ich bestelle für uns das Aufgebot, bis dahin sind es nur noch vier Wochen. Ich hoffe, dass wir dann einen doppelten Grund haben zu feiern. Dir alleine verdanke ich mein Leben meine Geliebte."
"Ich habe das doch für dich gerne gemacht Edgar" erwiederte Angelika "und heute werden wir mit meinen Eltern über unsere bevorstehende Hochzeit reden, damit sie sich darauf vorbereiten können."
Und wie voraus zu sehen war, waren Angelikas Eltern damit einverstanden, dass ihre Tochter heiratet und beglückwünschten beide, dass sie ihren Weg gemeinsam gehen wollen.
Die vier Wochen verliefen schneller als ihnen lieb war, denn es gab so einiges zu tun. Angelikas Eltern hatten ihr das schöne Hochzeitkleid geschenkt auch die anfallenden Kosten für die Hochzeitsfeier haben sie für ihre einzige Tochter übernommen.
Auch Edgar, der Bräutigam, machte eine gute Figur in seinem Smoking,
Professor von Löber führte seine Tochter in die Kirche, wo der zukünftige Bräutigam seine Braut in Empfang nahm.
Sie waren wirklich ein schönes Brautpaar. Die Kirche war voll besetzt bis auf den letzten Platz.
Zu der Hochzeit war auch der frühere Freund von Angelika mit seiner neuen Freundin erschienen. Angelika und Edgar hatten ihn eingeladen.
Die Trauung war ergreifend für alle Anwesenden gewesen, so mancher musste sich seiner Tränen nicht schämen. Angelikas Eltern waren auch den Tränen nahe, so ergreifend war die Hochzeitszeremonie gewesen.
Und Pastor Smith beglückwünschte das Brautpaar auf das Allerherzlichste.
Professor Baker und seine Braut luden Pastor Smith zum Kaffee ein. Das lies sich das Brautpaar auch nicht nehmen. Beide waren religiös eingestellt, was für eine gute Ehe sehr wichtig erschien.
Vor der Kirche stand eine weiße Kutsche, die sie in das nahe gelegene Hotel Hilton brachte. Alle anderen geladenen Gäste kamen mit ihrem Auto. Das Hotel ist das Beste seiner Art hier in Nairobi. Alles war exelend und feierlich hergerichtet. Besonders die Festtafel war große Spitze und mit Blumen dekoriert, ganz zu schweigen das Hochzeitmenü und die diversen Getränke, das kann man in Worten nicht beschreiben. Dieses muss man einfach gesehen haben. Nach der gelungenen Hochzeitfeier, reiste das Hochzeitspaar nach Berlin in die Wohnung, die seine Frau dort innehatte. Edgar wollte zur Blutkontrolle in das Charite Klinikum gehen, um festzustellen, ob die Knochenmarkspende gut angenommen war. Angelika begleitete ihren Mann.
Und beide wurden vom Professor Schmidt empfangen, der das Brautpaar zu seiner Hochzeit beglückwünschte und er sagte zu ihnen: "Ihr macht beide einen gesunden und glücklichen Eindruck."
"Das sind wir auch" sagten Angelika und Edgar wie aus der Pistole geschossen.
Die Kontrolluntersuchung bei Angelika und ihrem Mann war sehr gut ausgefallen.
Professor Schmidt sagte: "Die Liebe hatte auch viel dazu beigetragen, dass bei euch alles so hervorragend geklappt hatte."
Angelika und ihr Mann bedankten sich nochmals für alles, was dazu beigetragen hat, dass sie wieder ohne Sorgen frei atmen können. Und sie sagte zu ihm: "Wir erinnern dich noch mal daran, was du uns versprochen hattest, du willst uns doch bald in Nairobi besuchen?"
"Das habe ich nicht vergessen" sagte Professor Schmidt "ich werde meinen Urlaub bei euch machen. Den Termin habe ich mir in meinem Kalender rot angestrichen. Ihr könnt so etwa um die Weihnachtszeit mit mir rechnen, da ist es in Deutschland besonders kalt."
"Wir werden uns darauf einrichten" sagten Angelika und Edgar "du kommst doch alleine. Oder hast du inzwischen geheiratet?"
"Nein ich bin noch zu haben, aber vielleicht finde ich in Nairobi eine reinrassige Frau, sie kann auch eine Farbige sein."
"Wir werden dir die schönsten Frauen von Nairobi vorstellen. Mein Mann kommt auch von dort."
Alle drei verabschiedeten sich wie gute alte Freunde und sie wünschten sich In ihrem Beruf ein gutes Händchen, das alle drei gut gebrauchen können.
In Berlin waren Angelika und Edgar nicht so lange, denn sie wollten andere Sehenswürdigkeiten von Deutschland besichtigen. Und sie reisten an den schönen Rhein und sie besichtigten die Weinberge, die es am Rhein weit und breit zu sehen gab.
Edgar war überwältigt vom schönen Vater Rhein. Hier waren sie vierzehn Tage gewesen, dann mussten sie ihre Heinreise wieder antreten denn Ihre Arbeit ruft.

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