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Kurzgeschichte Alltag Kurzprosa Geschichte Erzählung short story

Helmut von Delleeck mit seiner Frau

© Erna Landsknecht


Architekt Helmut von Delleeck wohnt mit seiner entzückenden Frau Hannelore in Köln Mühlheim. Das Paar ist seit fünf Jahren mit einander verheiratet. Ihr gemeinsamer Sohn Andreas wird vier Jahre alt. Einen Urlaub hatten sie wegen ihm noch nicht machen können. Er sollte erst etwas älter werden. Außerdem gaben sie ihr ganzes Vermögen für den Kauf ihres Bungalows aus. Da war für einen Urlaub kein Geld übrig gewesen. Denn die ganze Wohnungseinrichtung hatte ihnen zusätzlich noch viel Geld ab verlangt.
Das befreundetes Ehepaar Inge und Günter Hofer sagten zu Hannelore und Helmut: "Wenn ihr nach allem was wir von euch gehört haben doch noch Urlaub machen wollt, dann bieten wir euch unsere Ferienwohnung an. Wir besitzen auf der Insel Koh Chang eine schöne Villa Bann Nuna. Das wäre für euch doch die ideale Lösung. Dort könnt ihr so lange bleiben wie es eure Zeit erlaubt.
Aber auf etwas muss ich euch jetzt schon aufmerksam machen, diese Insel ist sehr klein und bietet nicht alles was ihr euch vielleicht vorstellt. Ihr könnt aber mit dem Fährschiff einen Abstecher nach Thailand machen, sie ist bestimmt sehenswert."
Hannelore sagte zu ihrer Freundin Inge und ihrem Mann: "Wir würden uns darüber freuen, wenn wir in eurer Villa unseren Urlaub verbringen könnten, denn Helmut und ich brauchen dringend eine Erholung. Wir hatten uns in unserer fünfjährigen Ehe noch keinen Urlaub leisten können. Wie ihr ja wisst waren wir hier an unserem Neubau stark beschäftigt und unser Sohn brauchte auch seine Pflege."
Da sagte Helmut zu seiner Frau: "Hannelore, wir nehmen das Angebot von Günter und Inge mit Kusshand an. Andreas bekäme diesen Urlaub auch gut."
Hannelore sagte zu ihrem Sohn: "Bald werden wir mit einem großen Flugzeug vereisen, du hast die großen Flieger hier schon öfter gesehen?"
Da klatschte Andreas vor Freude mit seinen Händchen und sagte: "Vati, kommt doch auch mit uns?"
"Das ist doch große Ehrensache Andreas" sagte sein Vater. "Und wenn wir dort ankommen, dann kann ich mir meine Arbeit so einteilen, dass ihr davon nichts mit bekommt."
"Was heißt hier arbeiten." wollte seine Frau wissen. "Wir wollen doch Urlaub machen und uns vom Alltagsstress erholen."
"Das ist richtig" sagte Helmut "aber Ausnahmen bestätigen die Regel."
"Dein Wort in Gottes Ohr" erwiderte seine Frau Hannelore.
Da sagte Inge: "Die Schlüssel für die Villa werden wir euch vorbei bringen. Günter muss morgen in die Stadt, auf dem Weg kommt er kurz bei euch vor bei."
Da sich alle einig waren fragte Hannelore: " Wir wollen eure Villa aber nicht umsonst haben. Ihr müsst uns schon sagen was wir euch dafür schuldig sind"
"Ihr braucht nur die anstehenden Unkosten für Strom und Wasser bezahlen und natürlich die Wohnung sauber halten" sagte Günter. "Und wenn Hannelore die Villa nicht selber sauber machen möchte, dann wird sie von Frau Nuna Lieh aus Koh Chang sauber gehalten.
Ihr werdet Frau Nuna Lieh kennen lernen, sie hilft euch wenn ihr das wollt. Sie kann euch auch alles Wissenswertes über die schöne Insel erklären, was es an Sehenswürdigkeiten gibt. Sie wird froh sein, wenn sie sich ein paar Cent hinzu verdienen kann."
"Ihr werdet auch staunen, dass es dort eine sehr gute und schmackhafte Küche gibt" sagte Inge "besonders die pikanten Gewürze runden jede Mahlzeit ab. Daran hatte ich mich und Günter sehr schnell gewöhnt. Wir kochen heute noch nach ihren Rezepten.
Und wenn ihr selber die Insel erkunden wollt, dann gibt es kleine Mopeds zu mieten. Das Meer ist angenehm warm."
"Kein Wunder bei dem Sonnenschein" sagte Hannelore "den wir hier oft genug schmerzlich vermissen."
"So meine Lieben" sagten Inge und Günter "jetzt haben wir euch den Mund schon ein wenig wässerig gemacht."
"Das hab ihr ganz bestimmt " sagte Hannelore "mit meinen Gedanken bin ich und Helmut schon auf der Insel Koh Chang. Wir bringen euch auch ein kleines Souvenir mit."
"Darüber würden wir uns freuen" sagte Inge, "aber nötig ist es nicht, dass ihr euer Geld für uns ausgeben wollt. Wir sind auch so zufrieden, wichtig ist es doch dass wir euch helfen konnten.
"Das geht schon in Ordnung Inge" sagte Helmut " wir bringen euch bestimmt etwas schönes von Koh Chang mit. Hannelore und ich freuen uns doch, dass wir eure Villa benutzen dürfen, dadurch wird der Urlaub für uns nicht so teuer sein.
Inge und Günter verabschiedeten sich von Hannelore und Helmut und wünschten ihnen einen guten Flug. "Kommt gesund und erholt wieder zurück."
Als Helmut mit seiner Hannelore alleine war, nahm er sie in die Arme und küsste sie wie schon lange nicht mehr auf ihren roten Mund und sagte zu ihr: "Diesen Urlaub haben wir uns redlich verdient."
"Da hast du Recht Helmut, uns kommt diese Reise nicht so teuer, wir können auch länger auf Koh Chang bleiben.
"Das kann ich heute nicht sagen" erwiderte Helmut . "Wir wollen erst ein Mal abwarten, ob wir uns mit den Gegebenheiten, die es auf der Insel gibt, zurechtkommen. Und wenn das Wetter einmal nicht so mit spielt dann habe ich noch so einiges auf zu arbeiten, es sind Zeichnungen für ein großes Objekt."
"Wir haben doch Urlaub" sagte Hannelore "da solltest du nicht ans Arbeiten mehr denken."
"Mach dir deswegen keine Sorgen Hannelore, ich arbeite ja nicht den ganzen Tag daran" sagte Helmut "du kannst in der Zwischenzeit mit unserem Sohn zum Strand gehen. Wie uns Günter und Inge gesagt hatten, liegt die Villa nicht so weit davon entfernt. Und wir könnten das Meer vom Schlafzimmer aus beobachten."
Andreas, der aus dem Kindergarten nach Hause kam, sagte zu seinen Eltern: "Ich habe den anderen Kindern erzählt, dass ich mit einem großen Fugzeug fliege."
"Das ist richtig Andreas wir werden in den nächsten Tagen unsere große Reise antreten" sagten seine Eltern. "Morgen gehe ich zum Reisebüro und kaufe für uns die Flugtickets."
Am nächsten Morgen brachte Günter die Schlüssel von der Villa Ban Nuna. Er sagte zu Helmut: "Ich werde euch mit meinem Auto zum Flugplatz bringen. Ich nehme an, dass es so für euch angenehmer sein wird als eine Taxe. Inge kommt auch mit, sie will sich von euch verabschieden und dabei sein, wenn ihr in das Flugzeug steigt."
Helmut und Hannelore waren doch erleichtert, und sagten beide: "Dann brauchen wir ja keine Taxe."
"Das ist richtig" sagte Günter, "ich werde doch meine Freunde nicht im Regen stehen lassen, dazu kennen wir uns schon lang genug."
Der Tag war auch schnell heran gerückt, dass die kleine Familie, mit dem Flieger ohne jegliche Zwischenfälle in Thailand gelandet war.
Andreas war recht müde von dem anstrengenden Flug. Zum Glück hatte er viel geschlafen, nun war er hell wach und fragte seine Mutti: "Sind wir schon in Thailand?"
"Ja mein Sohn" sagte sein Vater "Wir müssen noch mit einem Fährschiff schippern um auf der Insel Koh Chang vor Anker zu gehen."
Auch das hatten sie geschafft und waren von der schönen Villa Ban Nuna angenehm überrascht, sie war sehr schön angelegt worden und liegt nicht so weit vom Meer.
"Wenn ich nicht so müde wäre, dann würde ich mich am liebsten sofort ins Meer stürzen" sagte Hannelore zu ihrem Mann.
"Ich will auch mitgehen ans Meer." sagte Andreas.
"Wir wollen es uns erst einmal häuslich machen" sagte Helmut "dann werden wir weiter sehen."
Nachdem Hannelore die Koffer aus gepackt hatte sagte Andreas: "Mutti ich habe Hunger."
Da kam eine Stimme von Helmut: "Heute lade ich euch ein, wir werden in einem Lokal zu Mittag essen, mal sehen was sie uns hier an zu bieten haben." Hannelore war froh, dass sie noch nicht kochen musste und sagte: "Heute Abend mache ich für uns drei eine herrliche Pizza."
"Das ist prima" rief Andreas, es war seine Lieblingsspeise.
Die kleine Familie ging in ein Thailändisches Restaurant, alle drei waren über die angebotenen Speisen mehr als zufrieden. Es hatte ihnen gut geschmeckt. Helmut und Hannelore aßen die Meeresfrüchte die hier zu Lande köstlicher schmeckten als sie es von Hause aus gewohnt waren.
Andreas hatte so recht keinen Hunger gehabt. Er freute sich schon auf die Pizza, die ihm seine Mutti für den Abend versprochen hatte.
Und so lebten sie mittlerweile schon eine gute Woche hier in Koh Chang. Das Wetter war schön nur manches mal auch zu heiß, kein vergleich mit Deutschland. Aber vom Meer kam immer eine kühle und angenehme Briese, die sie als sehr angenehm auf ihre erhitzte Haut empfanden. So ließ sich die kleine Familie ihren Urlaub gefallen.
Andreas und seine Eltern waren von der Sonne schon braun geworden. Besonders gut sah Hannelore mit ihren blonden Haaren und ihrem gebräunten Körper aus. Helmut entdeckte hier was er für eine schöne Frau doch besaß. Sie waren auch oft genug an der frischen Luft, die sie in vollen Zügen aus kosteten. Das Leben hier auf Koh Chang gefiel ihnen einfach super.
Bis zu dem verhängnisvollen Tag, der alles zunichte machte. Hannelore war am Meer, als die große Flutwelle sich mit einer katastrophalen Energie der Küste näherte und die Menschen, die davon getroffen wurden, in die Meerestiefen wirbelte.
Das Wasser hatte in kurzer Zeit alles vernichtet. Helmut war zu dieser Zeit auf einer Anhöhe von Koh Chang gewesen. Er wollte mit seiner Kamera Bilder machen. Da spürte er das Beben der Erde und er ahnte Schlimmes. Er musste versuchen, zu seiner Familie zu gelangen, was sehr schwer war, denn die Menschen hier sind alle in Panik geraten.
Helmut konnte sich später zum Glück bis an die verwüstete Villa Bann Nuna heran wagen, was er da zu sehen bekam war entsetzlich. Man konnte das in Worten nicht wiedergeben. Die Villa war zum größten Teil von den Wassermassen weg gerissen. Von seiner Frau und seinem Sohn war nichts zu erkennen. Die Leute, die das Unglück überlebt hatten, waren alle traumatisiert.
Helmut war wie am Boden zerstört, was sollte er anfangen. Seine kleine Familie war auseinander gerissen worden, aber er gab seine Suche nach ihr noch nicht ganz auf.
Der kleine Andreas hatte aber einen Schutzengel gehabt. Nur davon ahnte sein Vater noch nichts, denn eine fremde Frau hatte den weinenden Jungen zu sich genommen. Ihr Haus stand auch auf einer Anhöhe wo die Flutwelle nicht alles zerstört hatte.
Der kleine Andreas jammerte nach seinen Eltern, was durchaus zu verstehen war. Frau Lotti Kohl verstand den kleinen Andreas nicht so gut, denn er war verstört und auch gehemmt. Er lispelte nur etwas, was sie kaum verstehen konnte, das lag wohl mehr daran, dass er einen Schock von dem verheerenden Unglück davon getragen hatte.
Frau Lotti war aber gut zu dem Jungen. Das spürte Andreas, daher hing er an ihr. Als er sich etwas gefasst hatte, sagte er "Tante wo ist mein Vater und meine Mutter?"
"Andreas, wir werden deine Eltern suchen" sagte Tante Lotti. Aber alles Suchen half beiden nicht weiter, seine Eltern waren nirgendwo zu entdecken und sie blieben verschollen.
Inzwischen war ein Monat vergangen. Helmut war mit seiner Suche nach Frau und Sohn am Ende und mit seinen Nerven fix und fertig. Er gab seine Suche nach ihnen auf und war durch dieses Unglück um Jahre gealtert.
Mit seinen Freunden hatte er Kontakt aufgenommen, die sich schon große Sorgen gemacht hatten. Das Unglück wurde durch das Fernsehen ja bekannt gemacht. Nur wie viele Menschen ums Leben gekommen waren, das stand zurzeit noch nicht fest. Außerdem konnten sie keine genaue Zahl sagen wie viel Deutsche darunter waren.
Helmut wollte noch auf Koh Chang bleiben. Er konnte und wollte auch noch nicht zurück fliegen. Er wusste ja nicht was mit seiner Frau und seinem Sohn passiert war und suchte die ganze Insel ab. Er sah nur noch viele weinende Kinder, Frauen und Männer, die nach ihren Angehörigen suchten. Sein Sohn und seine Frau waren nicht darunter gewesen.
Dann trieb es ihn ans Meer und er hätte sich am liebsten in die Fluten gestürzt. Nur noch etwas hielt ihn davon ab. Er wurde das Gefühl nicht los, dass seine Frau mit seinem Sohn noch leben könnten und suchte in einer provisorisch eingerichteten Krankenstation nach ihnen. Die Menschen, die dort lagen wurden notbedürftig behandelt. Wer schlimme Verletzungen davon getragen hatte, wurde mit dem Fährschiff nach Thailand gebracht.
Er zeigte dort den Schwestern ein Foto von seiner Frau und seinem Sohn. Eine Schwester erkannte die Frau auf dem Bild wieder und sagte: "Ich muss ihnen die traurige Mitteilung machen, wir konnten ihre Frau nicht mehr helfen, ihre Verletzungen waren zu groß gewesen.
Über ihren Sohn können wir ihnen nichts sagen. Sie meinten nur: "Gehen sie doch einmal auf die Anhöhe dieser Insel, dorthin sind viele geflüchtet, unter ihnen sind auch Deutsche die auch nach ihren verschollenen Angehörigen suchen. Einige von ihnen sind nach Thailand gereist, um von dort wieder in ihre Heimat zu fliegen."
Helmut sagte zu den Schwestern: "Ich muss doch meine Frau beisetzen" und er überlegte ob er sie nach Deutschland überführen sollte. Ihr Leichnam musste doch unter die Erde gebracht werden. Er sprach diesbezüglich mit der zuständigen Behörde in Thailand, was ihm sehr schwer gefallen war. Er machte sich doch bittere Vorwürfe, dass sie ihren Urlaub hier verbracht haben. Wer kann schon vorher wissen, dass eine solche verheerende Katastrophe hier ausbrechen würde. Helmut von Delleeck war manches Mal der Verzweiflung nahe seinem Leben ein Ende zu setzen.
Einen letzten Versuch wollte er noch machen und er ging auf die Anhöhe der Insel wie ihm die Krankenschwester geraten hatte. Hier war er ja auch als die große Flutwelle kam, denn sonst wäre er vermutlich auch nicht mehr unter den Lebenden.
Hier auf der Anhöhe traf er hauptsächlich weinende Frauen und Kinder auch ihnen zeigte er ein Foto seines Sohnes. Eine deutsche Frau sagte zu ihm: "Ich habe diesen kleinen Jungen gesehen und sie zeigte ihm die Hütte wo sie ihn vermutete."
Helmut ging dort hin und er hörte schon von weitem das Weinen eines Kindes. Als er näher trat, sah er zu seinen erstaunen, dass die Frau seinem Andras gut zu sprach und versuchte ihn zu trösten.
Als er aber seinen Vater erblickte, war es um beide geschehen. Sie fielen sich weinend in die Arme. Andreas' erste Worte waren: " Wo ist Mutti?
Der Vater musste seinem Sohn gut zu sprechen. Und ihm erklären, was mit seiner Mutter geschehen ist.
Helmut von Delleeck fragte Frau Kohl: " Wo hatten sie denn meinen Sohn gefunden?"
Da erzählte sie wo sie Andreas gefunden hatte. "Er saß hilflos und weinend in einem Haus, das fast dem Erdboden gleich gemacht war. Er hatte großes Glück im Unglück gehabt, dass er von den Wassermassen nicht mit gerissen wurde. Das Haus war wohl stabiler gewesen wie die meisten Hütten die es auf der Insel gibt , deshalb hatte die Flutwelle auch ein leichtes Spiel gehabt und hatte alles fort gefegt und die Menschen wie Spielbälle mit gerissen.
Und während sie ihm das erzählte sagte Heinz von Delleeck zu ihr: "Es war gut, dass sie sich um Andras gekümmert hatten und er meinte: "Frau Kohl sie sprechen ein gutes Deutsch, wo haben sie das gelernt?"
"Mein Mann war ein Deutscher" sagte Frau Lotti Kohl "wir hatten uns vor fünf Jahren hier auf unserer Insel kennen gelernt, danach ging ich mit ihm nach Deutschland. Nur bekam ich Heimweh und wurde schließlich sehr krank. So sind wir mit unserem Sohn wieder auf die Insel zurückgekehrt. Wir haben uns dann hier eine neue Existenz aufgebaut.
Über das unverhoffte Wiedersehen mit seinem Sohn Andreas war er so glücklich, dass er ihn vor Freude nicht mehr los lassen wollte.
Frau Lotti bot Helmut an mit ihr zu speisen und da er noch nichts Gescheites gegessen hatte nahm er ihre Einladung dankend an. Es gab eine thailändische Mahlzeit.
Vater und Sohn schmeckte diese Speise großartig und Helmut bedankte sich dafür, so gut hatte er in den letzen Tagen nichts mehr zu sich genommen.
Nach dem gemeinsamen Essen gab er Frau Kohl einen kleinen Geldbetrag und sagte zu ihr: "Ich lade sie ein, mit mir und meinem Sohn nach Deutschland zu kommen.
Und das sie selber keine Angehörigen mehr hatte, nahm sie seine Einladung an und sagte, dass sie ihren Mann und ihren Sohn auch durch die Flutkatastrophe verloren hätte. Aus diesem Grund habe ich mich um Andreas gekümmert weil er so bitterlich geweint hatte, er sieht meinem Sohn Erwin sehr ähnlich und war so alt wie Andreas gewesen, ihre aufkommenden Tränen konnte sie nicht mehr zurück halten.
Helmut Delleeck zog sie an sich und sagte: "Weine nur kleine Lotti, das ist besser als wenn du deinen Schmerz um deinen Sohn und Mann freien Lauf lässt. Mir geht es nicht viel anders, geteiltes Leid ist nur halbes Leid und wir trösten uns gegenseitig. Ich bin froh Lotti, dass du dich um meinen Sohn so aufopferungsvoll gekümmert hast. Das alleine ist schon Grund genug, dass du mit uns nach Deutschland kommst. Entschuldige, dass ich du zu dir gesagt habe. Aber wir beide, die vom Schicksal so schwer getroffenen sollten feste zusammen halten. Helmut Delleeck sagte noch hinzufügend: "Ich habe noch die Flugtickets, eines davon gehörte meiner Frau."
Frau Lotti Kohl war trotz des Unglücks, das sie getroffen hatte froh, dass es einen Menschen gab, der sie verstand. Sie sagte zu Helmut: "Ich bin einverstanden, dass wir gemeinsam unsere Trauer tragen sollten, das gibt uns Mut zum Weiterleben. Ich bin froh, dass ich Andreas helfen konnte, über den Verlust seiner Mutter hinweg zu kommen. Er musste wohl einen Schutzengel gehabt haben, dass ihm durch die Katastrophe nichts Ernstliches zugestoßen war"
Helmut, der sich jetzt öfter mit Lotti Kohl traf, sagte zu ihr: "Ich heiße Helmut, es ist einfacher, dass wir uns mit unserem Vornamen an sprechen sollten. Aber wie kommst du an einen deutschen Namen?"
"Mein Vater war ein Deutscher" sagte Lotti "nach dem Tot meiner Mutter ist er wieder nach Deutschland gegangen. Er hatte in Thailand als Maschinenbauingenieur gearbeitet. Ob er heute noch lebt, das kann ich nicht sagen."
"Dann wäre es doch ratsam Lotti, wenn du in Deutschland nach deinem Vater suchst" sagte Helmut "vielleicht lebt er ja noch. Und weist du auch wo er gewohnt hat?"
"Ich weiß nur, dass er in Köln gewohnt hatte." sagte Lotti
Herbert dachte im Stillen: "Ich könnte mich schon in diese zarte und schöne Frau verlieben." Nur die Trauer um seine verstorbene Frau hielt ihn noch davon zurück. "Außerdem muss ich so schnell als möglich mit Andreas und Lotti nach Köln fliegen."
Und er sagte zu Lotti:" Als Erstes werde ich mich um meine verstorbene Frau kümmern, die nach Deutschland überführt werden muss. Sie sollte auf deutschem Boden beigesetzt werden, dort kann ich und Andreas ihr Grab besuchen und auch pflegen.
Heute Abend wollte er sich wieder mit Lotti treffen und ihr sagen, dass sie Sonntagmorgen abreisen und sie sollte ihre Koffer packen. Nur viel zu packen gab es nicht, sie hatte doch alles verloren, bis auf das was sie an hatte.
Für Lotti war dieses eine freudige Nachricht. Auch sie hatte sich in Helmut verliebt. Noch hielt sie damit zurück, ihm ihre Liebe zu gestehen, sie wusste, dass Helmut noch um seine Frau trauert, was ja zu verstehen war.
Lotti Kohl tat es nicht leid die verwüstete Insel Koh Chang zu verlassen, denn sie ließ keine Angehörigen zurück. Ihre Eltern waren schon lange tot. Und ihr Mann mit ihrem gemeinsamen Sohn kamen durch die Flutkatastrophe ums Leben. Beide waren mit ihrem Boot auf dem Meer gewesen als das Unglück über sie herein brach.
Lotti war vom Schicksal schwer getroffen, daher war sie glücklich, dass sie in Helmut einen verständnisvollen Mann gefunden hat und sie dachte: "Hoffentlich bekomme ich kein Heimweh nach meiner Insel." Nur dieses Mal ist die Situation etwas anders als damals, wo sie mit ihrem Mann nach Deutschland gereist war. Da dachte noch keiner daran, dass diese schöne Insel Koh Chang von einer Flutwelle überrollt werden sollte.
Die verstorbene Frau von Helmut hatte man schon nach Deutschland überführt. Er und sein Sohn mit Frau Lotti flogen am folgenden Tag mit dem Flugzeug Richtung Heimat.
Andreas freute sich, dass Lotti mit ihnen fliegen geflogen ist. Er sah in ihr einen Mutterersatz, denn sie kümmerte sich liebevoll um ihn, dass hatte Andreas sehr gerne.
Helmut konnte dieses nur recht sein und er dachte "wenn das Trauerjahr vorbei ist, dann will ich Lotti fragen ob sie mich heiraten möchte."
Der Flug verlief für sie ruhig, die Maschine landete in der Nähe von Köln.
Günter und Inge, die Freunde von Helmut, holten sie mit ihrem Auto ab, die Freude war entsprechend groß und herzlich ausgefallen. Nach der allgemeinen Begrüßung sagte Inge zu Helmut: "Du hast einen guten Geschmack mit Frau Lotti getroffen.
Günter und ich meinen, das wäre eine Frau für dich, halte sie fest und nach deiner Trauerzeit kannst du sie heiraten, alleine schon wegen Andreas, der eine Mutter braucht. Und wie wir festgestellt haben, mag sie deinen Sohn auch. Er hängt jetzt schon an ihr, als ob sie seine Mutter wäre."
"Ihr habt recht" sagte Helmut, "ich werde Frau Lotti nach der Trauerzeit fragen ob sie meine Frau werden möchte. Noch halte ich es aber zu verfrüht heute darüber zu reden, ich muss meine Frau erst einmal beerdigen, was für mich und Andreas schwer fallen wird."
Da sagte Andreas: "Ich gehe aber mit dir zu der Beerdigung, wenn sie meine Mutti unter die Erde bringen."
"Wir gehen doch zusammen zur Beisetzung deiner Mutter" sagte sein Vater "und anschließend gehen wir Kaffeetrinken mit den Trauergästen wie das nach einer Beerdigung so üblich ist."
An der Beerdigung nahmen viele Trauergäste teil. Alle kannten die Frau Delleeck. Immerhin ist ihr Mann in und um Köln ein angesehener Architekt und war beteiligt an der Siedlung, die in Köln- Mühlheim gebaut wurde. Auch an anderen Objekten war er beteiligt.
Nach der Trauerfeier und mit dem damit verbundenen Kaffeetrinken, ging Helmut mit Andreas und Lotti nach Hause. Sein Bungalow liegt am Rande der Stadt Köln. Heute hatte er das Letzte für seine Frau getan, damit sie hier auf deutschem Boden ihre letzte Ruhe finden sollte. Andreas und ich werden ihr Grab besuchen wann immer wir es möchten, das ist das Einzige was er für seine verstorbene Frau tun konnte.
Die Freunde Inge und Günter verabschiedeten sich von Helmut und Andreas so wie Frau Lotti Kohl, sie versprachen sich bald wieder zu sehen.
Am Abend sagte Helmut zu Lotti: "Wenn du es möchtest, dann kannst du deinen Vater besuchen, ich werde seine Telefonnummer heraus suchen und ihm erzählen, dass du in Köln bist und wenn er gewillt ist dich wieder zu sehen, dann werden wir ihn zu uns einladen.
Aber Heute wollen wir daran noch nicht denken, du brauchst erst einmal neue Kleidung Lotti. Die Sachen von meiner verstorbenen Frau müssten dir passen, sie hatte dieselbe Figur gehabt wie du. Und er dachte: "Wie ähnlich beide sich doch sind, deshalb hing Andres auch an ihr.
"Ich weis nicht wie ich dir danken soll" sagte Lotti, "was würde ich ohne dich und Andreas nur anfangen. Auf der Insel Koh Chang wäre ich am liebsten gestorben. Wenn Andreas nicht gewesen wäre, dann hätte ich mir bestimmt das Leben genommen. Ich war plötzlich über Nacht alleine, mein Mann und mein Sohn kamen beide auf dem Meer ums Leben."
"Komm Lotti, wir sollten vergessen was mit uns geschehen ist. Wir müssen weiter leben. Auch ich war nahe daran mir das Leben zu nehmen, aber in mir sagte eine Stimme: "Suche nach deinem Sohn. Und dank deiner Hilfe Lotti, habe ich ihn wieder gefunden. Und das hatte mich abgehalten mich umzubringen, außerdem hattest du dich so liebevoll um meinen Sohn gekümmert. Eine richtige Mutter hätte es nicht viel besser machen können."
Am nächsten Tag fand Helmut die Telefonnummer von Lottis Vater und sagte zu ihr: "Ich werde ihn anrufen und ihm erzählen, dass du bei mir bist und dass du dieses Unglück auf Koh Chang heil überstanden hast."
"Darum möchte ich dich auch bitten Helmut, ich bin noch nicht in der Verfassung mit meinem Vater zu reden."
Helmut rief Lottis Vater an und er hörte am anderen Ende der Leitung, dass ein Herr Schneider sich meldete.
Helmut stellte sich vor und erzählte ihm was geschehen war.
Auch er war tief betroffen und er war froh, dass seine Tochter noch lebt, denn er wusste ja, was auf Koh Chang passiert war. Er sagte darauf: "Ich freue mich, dass sie sich um meine Tochter gekümmert haben. Was ist mit ihrem Mann und ihrem Sohn passiert? Ich nehme doch an das Sie leben.
Helmut erwiderte: "Lottis Mann und ihr Sohn sind beide durch die Flutkatastrophe ums Leben gekommen, es hatte beide am schlimmsten getroffen. Sie waren auf dem Meer gewesen, als beide davon überrascht wurden."
Am Ende der Leitung hörte Helmut nichts mehr und er fragte: "Sind sie noch da Herr Schneider?"
Der räusperte sich und sagte: " Ich bin tief erschüttert, ich möchte gerne meine einzige Tochter in die Arme schließen."
Helmut von Delleeck gab ihm seine Adresse und sagte zu ihm: "Sie können uns zu jeder Zeit besuchen."
Da sagte Herr Schneider: "Das ist ja ganz in meiner Nähe, ich werde zu ihnen kommen um meine Tochter in die Arme zu schließen.
Aus diesem Anlass deckte Lotti zur Feier des Tages die Kaffeetafel, als es plötzlich an der Türe schellte.
Helmut öffnete die Türe und begrüßte Herrn Schneider so als ob sie alte Freunde wären, Denn er machte auf ihn einen freundlichen Eindruck. Und mit einem Blumenstrauß begrüßter er seine Tochter und meinte: "Es ist gut, dass dir nichts zugestoßen ist. Du bist noch schöner geworden Lotti, du ähnelst deiner verstorbenen Mutter."
Lotti umarmte ihren Vater und sagte zu ihm: "Du hast dich auch nicht groß verändert."
Da sagte ihr Vater: "Ich bin verheiratet, ich habe zwei Kinder. Du hast Geschwister bekommen Lotti, ich lade dich und Herrn Delleeck zu uns ein, dann lernt ihr meine Familie kennen."
"Aber zuerst wollen wir Kaffee trinken" sagte Helmut, "dabei läst es sich besser plaudern." Es wurde ein harmonischer Samstagnachmittag. Helmut hatte sich schnell mit Lottis Vater angefreundet und sie stießen mit einem Glas Wein auf Du und Du an und sie stellten sich mit ihrem Vornamen vor.
Andras sagte zu Lottis Vater: "Dann bist du bestimmt mein Opa, so einen wie du hatte ich mir immer schon gewünscht."
"Ja Andreas, wenn du es möchtest, dann will ich gerne ein Opa für dich sein, auch wenn ich noch nicht so alt bin, um schon Opa zu sein."
Helmut sagte zu Hubert: " Ich schätze dich so um die Fünfzig.
"Da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen, ich werde im nächsten Monat fünfzig. Ich lade euch jetzt schon ein, aber vorher möchte ich euch meiner Familie vorstellen. Ich habe eine Tochter von fünfzehn Jahren und ein Sohn der wird zehn Jahre alt."
Helmut sagte: "Ich werde Lotti im nächsten Jahr heiraten, dann ist das Trauerjahr um." Unter anderem erwähnte er: "Lotti hatte sich rührend um Andreas gekümmert, dafür bin ich ihr sehr dankbar. Ich denke aber, dass wir uns trotzdem verloben sollten. Das bin ich ihr schon schuldig, es soll von mir ein Liebesbeweis sein, dass es mir Ernst ist mit meiner Lotti."
"Dann wirst du ja bald mein Schwiegersohn" sagte Hubert.
"Das sehe ich auch so" sagte Helmut.
Nachdem sich Lotti mit Herbert und Andras bei Hubert Schneider mit seiner Familie getroffen hatten, stellten alle fest, das sie sich sofort auf Anhieb gut verstanden, was nicht immer so selbstverständlich ist.
Lotti war darüber froh, dass sie eine glückliche Familie geworden sind, das hatte sie nie zu träumen gewagt. Für sie und Helmut hatte sich das Blatt zum Guten gewendet. Sie versprach ihm für Andreas eine gute Freundin zu sein. "Aber wenn er es wünscht, werde ich für ihn auch eine gute Mutter sein, denn er hing sehr an mir."
"Du kannst doch meine liebe Mutti werden" sagte Andreas, "ich glaube, dass meine Mutti im Himmel nichts dagegen ein zu wenden hat."
"Ich werde darüber mit deinem Vater reden" sagte Lotti. "Ich glaube, dass er nicht dagegen ist."
Andrea schlang seine Ärmchen um Lottis Hals und küsste sie auf die Stirne und wollte sie nicht mehr loslassen.
Helmut sagte: "Andras, sei mit Lotti nicht so stürmisch, ich freue mich, dass du Lotti gerne hast" und sagte zum Hubert und seiner Familie: "Zu unserer Verlobungsfeier laden wir euch ein. Ich möchte die Feier nur im engsten Familienkreis feiern."
Lotti meinte: "Du hast deine Freunde Inge und Günter vergessen."
"Da hast du recht Lotti, die sind selbstverständlich mit dabei." Nach den ganzen Ereignissen der letzten Wochen, kehrte bei Helmut Delleeck wieder der Alltag ein, er ging wieder seiner Arbeit nach, die er so sträflich vernachlässigt hatte und die ihm über den Kopf gewachsen war und sagte zur Lotti: "Ich werde mir eine Büroangestellte suchen, denn ich schaffe das alleine nicht mehr. Früher hatte meine verstorbene Frau mir geholfen."
Lotti machte Helmut einen Vorschlag und sagte: "Ich werde dir helfen, ich bin als Bürokauffrau ausgebildet worden. Wenn dir damit geholfen ist, dann stellen wir eine Hausangestellte ein, die meine Arbeit verrichten kann. Andreas geht ja des Morgens zum Kindergarten."
Helmut war darüber hoch erfreut und sagte: "Lotti, das ist eine gute Lösung, damit ist mir und dir geholfen" und sie setzten ihr Vorhaben in die Tat um: Bettina, die Halbschwester von Lotti, wollte gerne vorübergehend die Stelle als Haushaltshilfe antreten, solange bis sie einen Ersatz für sie gefunden haben, denn zur Zeit brauchte Bettina nicht zu studieren, es waren Semesterferien. Außerdem brauchte sie nur in den Vormittagstunden zu kommen, wo Lotti für Helmut arbeitete. Und inzwischen hatte Lotti eine ältere Frau für ihren Haushalt angestellt, die sich auch liebevoll um Andreas kümmerte. Er sah in ihr einen Omaersatz und damit waren Helmut und Lotti einverstanden. Sie kochte hervorragend und Helmut Delleeck lobte Berta und fragte: " Wo haben sie das Kochen gelernt?"
"Das habe ich mir zu meinem Hobby gemacht, ich koche sehr gerne und da ich alleinstehend bin, arbeite ich auch gerne für andere Leute."
Die Vorbereitungen für die bevorstehende Hochzeit liefen auf Hochtouren. Das Trauerjahr war vorbei und Helmut konnte seine Lotti ohne ein schlechtes Gewissen zu haben vor den Traualtar führen.
Die Freunde Inge und Günter waren als Trauzeugen geladen. Lotti sah ganz entzückend in ihrem Brautkleid aus.
Auch Helmut in seinem Smoking machte eine gute Figur und die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt. Alle wollten teilhaben an dem Glück des Brautpaares. Die Feier wurde im Saal eines renommierten Hotels gefeiert. Alle geladenen Gäste kamen voll auf ihre Kosten.
Anschließend fuhren Helmut und Lotti in die Flitterwochen und er sagte zu ihr: "Vielleicht schenkst du mir noch eins bis zwei Kinder damit Andreas nicht als Einzelkind aufwachsen muss."
"Wenn das deine einzige Sorge ist Helmut, dann kann ich dich trösten. Ich bin Schwanger im zweiten Monat."
"Und warum sagst du mir das erst heute?"
"Ganz einfach, ich wollte ganz sicher gehen. Ich war doch beim Frauenarzt, der mir bestätigen konnte, dass ich Mutterfreuden entgegen sehen darf."
Voller Freude darüber schloss er Lotti in seine Arme und sagte: "Dann wollen wir uns auf der Insel Koh Chang erholen.
Lotti sagte erstaunt: "Wir fliegen tatsächlich auf meine Insel, eigentlich wollte ich nicht mehr dort hin."
Helmut sagte zu ihr: "Damit wollte ich dir eine Freude machen. Die Insel Koh Chang hat etwas Anziehendes und das Wetter ist bedeutend wärmer als bei uns."
"Da bin ich mit dir einer Meinung" sagte seine frisch angetraute Ehefrau Lotti. "Und wie ich weiß, ist die Insel für Feriengäste wieder so weit hergestellt worden, denn sonst würde ich mit dir nicht dort hin fliegen, obwohl mir nicht ganz wohl dabei ist, die Unglücksstätte zu besuchen. Immerhin haben wir beide, das Liebste was uns sehr nahe gestanden hatte, verloren. Aber das Leben muss weiter gehen, wir können unserem Schicksal nicht entfliehen."
"Das hast du gut formuliert" sagte Lotti "nur dieses Mal komme ich als deine Frau auf die Insel. Ich nehme an, dass einige meiner Freunde noch leben. Sie werden sich mit mir freuen, dass es mir gut geht. Und dass ich einen liebevollen Mann geheiratet habe."
"Dann wollen wir unsere Koffer packen."
Andreas sagte: "Meine Sachen kann ich doch packen."
"Du kannst mir dabei helfen Andreas" sagte seine neue Mutti. Er war jetzt schon sechs Jahre alt geworden und kommt bald in die Schule.
Alles verlief wie am Schnürchen. Inge und Günter wollten sie mit ihrem Auto zu Flugplatz bringen, wie vor gut einem Jahr, als er Helmut mit seiner damaligen Frau zum Flugplatz gefahren hatte. Beide wünschten Helmut mit seiner Frau und Andreas einen guten Flug. Kommt gesund wieder zurück.

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