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Eingereicht am
22. Juni 2007

Der schier unlösbare Mord

© Daniel Bubel

Die Kanzlei des Omnimox Güldengestürm lag unscheinbar, geradezu versteckt, hinter einer zwölf Meter hohen Mauer aus typisch grauem Gestein, die er nach eigener Aussage zum Selbstschutz vor Mandanten hatte errichten lassen.

Der einzige erkennbare Weg in Omnimox Kanzlei war über die Mauer hinweg, was sich aufgrund der waagerecht in die Mauer eingelassenen Messerklingen als geradezu unmöglich erwies. Schon manch ein wagemutiger Neo-Held hatte bei dem Versuch das Büro des Anwalts seiner Wahl zu betreten den ein oder anderen Finger verloren, denn die Klingen schnitten selbst durch Metall wie durch Butter, oder besser noch : Luft.

Für den gewieften Anwalt jedoch stellte diese Mauer keinesfalls ein Hindernis dar.

Wollte Omnimox sein Grundstück betreten, hob er einfach eine eigens für diesen Zweck präparierte Steinattrappe an und kroch gemütlich, meist Zigarre rauchend durch einen vier Meter langen Stollen.

Ein einfaches und unverfängliches Prinzip mit Sicherheitslücken, wie er selbst wusste. Würde ihn etwa Jemand beobachten wie er sein Domizil betrat, wäre die Mauer genauso unnütz wie damals in Berlin. Aber auch hierbei verfolgte er sein ganz persönliches Prinzip:

"Je simpler und offensichtlicher etwas funktioniert, umso schwerer ist es letztlich herauszufinden, da der Mensch dazu neigt sich selbst übertreffen zu wollen und das Einfachste ihm so geradezu frivol unvernünftig erscheint. Eine einfache Aufgabe ist es nicht wert gelöst zu werden."

Man muss dazu sagen, dass er bisher auch wirklich nur Glück gehabt hatte. Zwar hatte man ihn schon des Öfteren beim Passieren seines Tunnels gesehen, den meisten war es aber egal.

Vielleicht hatte er so auf seine eigene, verschrobene Weise ja sogar Recht.

Doch warum - und das wiederum fragten sie sich alle, die Nachbarn, die Gärtner, die Polizei, ja selbst der Präsident des Dackelclubs - warum sollte ein Anwalt, der von seinen Mandanten, also Menschen, die ihn aufsuchen und um Hilfe bitten, abhängig ist, verhindern wollen, dass diese ihn erreichen?

Auch die Antwort auf diese Frage ist einfach und daher wahrscheinlich nicht zu erkennen: Omnimox Güldengestürm hasste das Gesetz, das Gericht, die Bürokratie im Allgemeinen, Organe zum Selbstschutz also, und die Deutsche Post.

Er wurde Anwalt weil sein Vater es wollte. Oh ja, sein Vater wollte - wie das so üblich ist - einiges, eine hervorragende Bildung beispielsweise oder satt werden ohne zu essen. Außerdem wollte er seinem Sohnemann Omnimox die Kanzlei vererben, was er dann später auch tat.

Was nun aber am interessantesten ist an dieser verworrenen Geschichte um Mauern, Väter, Polizisten und Anwälten, die das Gesetz verabscheuten, war, dass der Anwalt namens Omnimox Güldengestürm in seinem Arbeitszimmer lag, ein Messer in seinem Rücken, eine Blutlache unter seinem Korpus und eine mysteriöse Nachricht in Post-it-Zettelform an seiner Wand.

Wenn dies Jemand liest, bin ich, Omnimox Güldengestürm, vermutlich tot.

Isabelle Konkenzänker, Schwarzmut Würbelsäul, Margarethe Markgerede.

Diese drei Namen und eine Telefonnummer, die so unkompliziert war (000 - 11001), dass sie nur einem Mann gehören konnte: Stark Intellischenz, ausgebildeter und renommierter Privatdetektiv für die unlösbaren Fälle.

Was sollte all das bedeuten?

*

Stark saß in seinem viel zu dunklen Zimmer - er hatte keine Stromrechnungen bezahlt - und stierte auf die Flamme seiner viel zu kleinen Kerze - er hatte sie aus den Resten alter Kerzen zusammengekocht.

Das Geschäft florierte nicht gerade, er konnte sich kaum noch den halb abgerauchten Zigarettenstummel leisten, der zwischen seinen Lippen klebte wie ein Accessoire. Dabei rauchte er alle drei Stunden genüsslich einen Zug, zündete sie an, machte sie wieder aus, zündete sie wieder an, und so weiter.

Das Problem, dachte sich Stark, ist, dass alle - aber auch wirklich ausnahmslos alle - Fälle lösbar sind. Da ich nur unlösbare Fälle entgegennehme… Vielleicht sollte ich meine Geschäftspraktiken etwas lockern und mich mit dem Beschatten von Ehebrechern zufrieden geben.

Er schüttelte den Kopf.

Nein, das durfte er auf keinen Fall, das würde seinen Prinzipien zu sehr widersprechen, denn er hatte auf das Haupt seines Lehrmeisters geschworen, dass alles Unlösbare schier unlösbar schien, weil es lösbar sein musste, man es nur nicht verstehen wollte. Er hatte geschworen alles Unlösbare als Herausforderung zu betrachten, aber… Nun ja, jetzt stand er selbst vor einem unlösbaren Fall. Wie sollte er seine Detektei halten, wenn ihn niemand anstellen wollte, wenn es keine unlösbaren Fälle zu lösen gab?

Wieder schüttelte er den Kopf - diesmal aus Verwirrung. Er verstand sich selbst nicht mehr, was ihm verhältnismäßig oft geschah.

Ein Wunder, das ist es was ich brauche!

Stark stand auf und lief zu seinem einzigen Schrank, in welchem seine Trophäen, Urkunden und alle möglichen Zeitungsartikel mit, über oder von ihm hingen. Er öffnete den Schrank und… es war zu dunkel, die Kerze reichte nicht aus.

Ja, ein plötzlicher Anruf, oder noch besser, eine unbekannte Schönheit, die in mein Büro eilt, gerade zu dem Zeitpunkt wenn ich meine Zigarette anstecke… Sie wirft sich mir um den Hals, bittet mich einen Fall aufzuklären, der … gibt es noch andere Wörter für unlösbar?

Der Privatdetektiv nahm wieder Platz und lehnte sich zurück.

Würde er die Detektei dichtmachen müssen?

Sein Feuerzeug schnappte auf und eine kleine Flamme schlug ihm entgegen. Vorsichtig sog er an der Zigarette und entzündete sie, als die Tür aufflog und eine wunderschöne Blondine schluchzend in sein viel zu dunkles Zimmer stürmte, sich ihm um den Hals warf und weinend verweilte. Ein süßlicher Geruch umnebelte seinen Verstand.

"Nun beruhigen Sie sich doch.", versuchte es Stark mit seiner männlichsten Stimme, "Es wird schon alles wieder gut."

Die Blondine sah ihn mit ihren babyblauen Rehaugen - wie paradox! - an, ihre Lippen bebten vor Erregung und ihr Haar glänzte wie gesponnenes Gold im schwachen Kerzenlicht.

"Warum haben Sie die Vorhänge zugezogen?", fragte sie nur, "Es ist helllichter Tag."

"Ich versinke in Selbstmitleid.", antwortete Stark.

"Das ist schön. Dann wissen Sie es also auch schon?"

"Wissen? Was?"

Scheu und traurig sah die blonde Schönheit zu Boden - geradezu wie ein Reh - bevor sie ihm antwortete:

"Dass man mich wegen Mordes verdächtigt. Mich… und Sie!"

Das überraschte selbst Stark, traf ihn wie der präzise Schlag eines Schwergewichtsweltmeisters an genau der richtigen Stelle, riss ihn von den Füßen, wirbelte ihn durch die Luft und ließ ihn ächzend und japsend, nach Luft ringend am Boden zurück - zumindest sinnbildlich.

"Sie wissen also nichts davon…?"

"Nein, erzählen Sie mir was geschehen sein soll.", forderte Stark, der Detektiv in bemitleidenswerter Position.

"Gerne. Also, da war diese Mauer und der Anwalt, der keine Mandanten wollte, dieser seltsame Stein, der keiner war und ein Zettel, der…"

"Erzählen Sies mir doch bitte so, dass ich es verstehen kann."

"Das sollte dann vielleicht besser der Erzähler übernehmen, meinen Sie nicht?", hauchte dieses wahnsinnig attraktive Geschöpf.

Also gut, hier was geschah:

*

Omnimox Güldengestürm lag in seinem eigenen Blut in seiner eigenen Kanzlei, er war tot.

Durch die erwähnten Umstände wäre jener tragische Tod vielleicht niemals ans Tageslicht gekommen, hätte sich der Post-it-Zettel nicht durch einen plötzlichen Windzug gelöst und durch ein offenes Fenster über die Mauer und direkt auf die Windschutzscheibe eines Streifenwagens geflattert, der daraufhin einen Unfall baute, wodurch ein Kleinkrimineller von der Rückbank in die Freiheit, drei Monate später in die Staatsbank und dann doch ins Gefängnis fliehen konnte.

Die Polizisten, die den Unfall in ihre Akten aufnehmen mussten (Kennzeichen, Ort des Unfalls, Unfallursache, usw.), bemerkten recht bald, welcher Sinn hinter der geheimnisvollen Botschaft steckte und orderten Verstärkung an um über die Mauer in Omnimox Garten zu gelangen. Der Tunnel und der Stein wurden zwölf Uniformierte und drei Zivile später gefunden, was die Sache dann natürlich erleichterte.

Der Befund des Gerichtsmediziners ergab Tod durch Messer im Rücken und der leitende Beamte orderte an die Personen auf der Liste ausfindig zu machen und die Telefonnummer zu wählen um herauszufinden, zu wem sie gehörte.

Unnötig zu erwähnen, dass einer der Beamten so etwas rief wie "Ich weiß es! Sie gehört diesem Detektiv, Stark Intellischenz!", weil der Leitende diesen Kommentar mit einer einfachen Handbewegung abtat. Eigentlich beeindruckend - Als könne man Worte mit einer Bewegung auslöschen.

*

"Ha!", unterbrach Stark den Erzähler, "Wenn das tatsächlich stimmen sollte, warum hat man mich dann noch nicht…"

Das Telefon klingelte und Stark spuckte den brennenden Filter auf den Boden, ehe er abhob.

"Detektei Stark Intellischenz - Wir lösen das schier Unlösbare.", meldete er sich.

Die Blondine beobachtete ihn dabei genüsslich.

"Kommissar Künzel Ölmenrenner am Apparat, hören Sie, wir haben da ein paar Fragen, wegen…"

"Dem Mord an Omnimox Güldengestürm, nicht wahr?"

Eine kurze Pause am anderen Ende der Leitung.

"Oha, Sie wissen aber ganz gut Bescheid. Hatten Sie vielleicht etwas damit zu tun?", fragte der Kommissar.

"Nein, bisher noch nicht, aber so wie ich die Sache sehe, verstricke ich mich immer mehr in diese Geschichte…Ich rufe Sie zurück sobald ich weitere Details in Erfahrung bringen konnte. Wiederhören.", beendete Stark das Telefonat.

Der Kommissar am anderen Ende war so verdutzt, dass er sich nicht mehr traute zurückzurufen, tatsächlich konnte er nie wieder ein Telefon anfassen oder sich im gleichen Raum aufhalten wie eines jener Geräte.

Kommissar Künzel Ölmenrenner starb, als man ihm ein Handy mit Vertrag anbieten wollte.

Doch genug davon.

Stark blickte aus dem Fenster und gegen den Rollladen, seine Kerze flackerte nur noch leicht, sie würde bald ausgehen. Die Blondine saß auf einem Stuhl und zündete sich eine Zigarette an, was den Detektiv aus seiner Starre riss.

"Haben Sie vielleicht noch eine? Ich denke besser wenn ich rauche, genauso wie ich besser lese, schreibe und lebe, wenn ich rauche."

Die Bambiblondine nickte, reichte ihm eine Zigarette und nannte ihm ihren Namen.

"Margarethe Markgerede… Ich bin Stark Intellischenz, aber das wissen Sie ja wahrscheinlich. Was meinem scharf geschulten Verstand gerade auffällt... Omnimox Güldengestürm war Anwalt, versteckte sich aber hinter einer Mauer, benutzte sogar einen Geheimgang um seine eigene Kanzlei zu erreichen. Wenn wir also davon ausgehen, dass Niemand in seiner Kanzlei auf ihn hat warten können, dann…", er strahlte über das ganze Gesicht, "Dann haben wir es hier mit einem unlösbaren Fall zu tun!"

"Nun, das wage ich zu bezweifeln… Selbstmord kann ausgeschlossen werden und auf diesem Zettel standen drei Namen und ihre Telefonnummer. Das sind die einzugrenzenden Verdächtigen, oder nicht?", fragte Margarethe zwischen zwei Zügen.

"An dieser Stelle muss ich Sie berichtigen, Frau Markgerede. Wie Sie wissen eilt mir mein Ruf voraus, es ist also anzunehmen, dass Omnimox, der kein Vertrauen in die Fähigkeiten der Polizei und des so genannten Rechtswesens hat und wusste, dass es knifflig würde einen Mord unter diesen Bedingungen zu lösen, meine Nummer hinterließ um gleich sicher zu gehen, dass ich eingeschaltet werde.", auch Stark nahm einen Zug an seiner Zigarette, "Was die Verdächtigen angeht, muss ich Ihnen allerdings recht geben. Es kommen momentan nur drei Menschen in Frage: Sie und die anderen beiden Personen auf dem Zettel. Ergo brauchen wir den Zettel oder zumindest eine Kopie."

Margarethe lächelte triumphierend.

"Ich habe die Namen aufgeschrieben als Kommissar Ölmenrenner mich verhört hat. Da wären meiner, Margarethe Markgerede, Schwarzmut Würbelsäul und Isabelle Konkenzänker. Allerdings muss ich Ihnen gleich sagen, dass ich weder von dem einen noch von der anderen jemals etwas gehört habe."

Der Detektiv nickte und notierte die Namen auf seinem linken Unterarm, seiner Meinung nach der einzig sichere Weg Notizen zu erhalten. Dann blickte er in Margarethes unschuldiges Gesicht.

"Ich muss Sie leider trotzdem befragen.", sagte er schließlich nach einigen unangenehmen Sekunden des Starrens.

"Aber wieso? Was versprechen Sie sich davon den Fall aufzuklären? Niemand hat Sie angeheuert."

"Falsch, gänzlich falsch. Wenn Herr Güldengestürm in weiser Voraussicht seines plötzlichen Ablebens noch in der Lage war, meine Nummer zu hinterlassen, dann wird er sicherlich auch geistesgegenwärtig genug gewesen sein, ein entsprechendes Honorar zu hinterlegen. An welcher Stelle es auf mich wartet ist allerdings fraglich. Genauso wie Ihr Alibi."

"Sie sind genauso gutgläubig wie Sie aussehen.", entgegnete Margarethe schnippisch.

"Das wird sich noch zeigen, Frau Markgerede"

"Sie dürfen mich ruhig Margarethe nennen, Stark."

"Ich denke nicht, dass das einen großen Unterschied macht. Dennoch möchte ich gerne wissen woher Sie den Verstorbenen kennen oder zumindest… wieso er Sie kennt?"

Stark öffnete seine Fenster und zog den Rollladen hoch.

Das Licht durchflutete den spärlich eingerichteten Raum und umspielte Margarethes aufreizenden Körper, ihre Kurven, ihre Brüste. Wie lange war es her, dass…?

Stark schüttelte den Kopf, dafür war keine Zeit.

Aber genau das schien der Punkt zu sein, in dem er und Margarethe sich uneinig waren. Sie stand auf, näherte sich dem grübelnden Detektiv und küsste ihn. So sehr Stark sich auch zu wehren versuchte - nun, soweit sich ein Mann in solch einer Situation eben wehren kann - er verlor den Kampf. Der Schreibtisch wurde leergefegt und die beiden Fremden schliefen miteinander als gäbe es kein Morgen mehr.

*

Am nächsten Morgen verließ Stark geradezu fluchtartig seine Detektei.

"Sie hat sich wie die übliche Hauptverdächtige in einem Mordfall verhalten…Wirft sich dem Privatdetektiv an den Hals um so weitere Fragen zu vermeiden. Nun, fürs erste soll mir das Recht sein.", dachte er und steuerte die nächste Telefonzelle an um die Adressen der beiden anderen Verdächtigen herauszufinden.

Nach zehn Minuten hatte er alles in Erfahrung gebracht was er hatte wissen wollen und zog eine kleine silberne Münze aus seiner Manteltasche. Ein gezielter Wurf sollte den Zufall entscheiden lassen, wen Stark als nächstes aufsuchen würde. Entweder - Kopf - Isabelle Konkenzänker oder - Zahl - Schwarzmut Würbelsäul.

Seltsamerweise wollte sich der Zufall nicht festlegen und die Münze blieb - wider jede Wahrscheinlichkeitsrechnung - auf ihrer Kante liegen. In Stark Intellischenz Gehirn legte sich unterbewusst ein kleiner Schalter um, ein Verdachtsmoment von unschätzbarem Wert entstand, konnte aber von seinem Schöpfer nicht gegriffen werden.

Aus Faulheit wählte dieser schließlich den Weg zu Schwarzmut Würbelsäul, seine Wohnung lag nur zwei Straßen entfernt und es begann sowieso zu nieseln und drei Minuten später sollte es aus allen Wolken schütten als wolle Gott höchstpersönlich die Menschen an die Episode mit der Arche Noah erinnern.

Völlig durchnässt stand Stark eine Viertelstunde später vor dem grauen Wohnblock, in dem Schwarzmut Würbelsäul wohnte, bemerkte den völlig überfüllten Briefkasten und rechnete mit dem Schlimmsten als er klingelte.

Als niemand antwortete verstärkten sich die Befürchtungen und Stark klingelte so lange bei den anderen Mitbewohnern, bis sich die Haustür mit einem Nerven zerreißenden Bzzzzz! Öffnete und er die Treppe hinaufhechten konnte.

Die Wohnungstür stand offen, das Schloss wies jedoch keine Einbruchsspuren auf.

"Hallo?", war das vernünftigste, das dem Detektiv einfiel als er die Wohnung betrat.

Schon bevor er sich umgesehen hatte, wusste Stark, dass er Schwarzmut nicht lebendig antreffen würde. Man erkennt als geschulter Detektiv einen Tatort wenn man ihn sieht.

Bei unserem Helden war diese Fähigkeit zeitweise so gut ausgebildet, dass ihr zukunftsweisende Eigenschaften zugesprochen wurden, heißt, dass Stark an besonders guten Tagen durchaus in der Lage war einen Tatort zu erkennen bevor er zu einem wurde.

In diesem Fall jedoch verwies der stinkende Leichnam darauf, dass der mutige Detektiv zu spät gekommen war. Von Schwarzmut würde er definitiv keine Antworten mehr auf seine Fragen bekommen.

Schwarzmuts dunkle Augen waren noch von der Überraschung gezeichnet, seine Pupillen geweitet. Das Messer steckte im Rücken, natürlich hatte er es nicht kommen sehen. Und noch etwas fiel Stark auf, noch etwas, dass man nicht sehen konnte: Kampfspuren.

Das Opfer muss seinen Mörder gekannt haben, darauf wies auch der zusammengesackte Körper hin, er lag direkt vor der Bar, auf der wiederum zwei Gläser standen. Das eine gefüllt mit Whiskey, der etwas zu klar war, vermutlich weil die Eiswürfel bereits geschmolzen waren und in dem zweiten Glas war nichts weiter als der kleine Rest eines Getränkes, das Stark als Waldmeisterschnaps enttarnte.

Wieder klingelte etwas in seinem Kopf.

Es war als läge die Lösung zum Tode Omnimox Güldengestürms direkt vor seinem inneren Auge, von außen allerdings unerreichbar. Er würde die Wahrheit erst ans Tageslicht fördern müssen, bevor er sie verstehen konnte.

Außerdem - und das wurde Stark schlagartig bewusst - bedeutete das Dahinscheiden von Schwarzmut auch, dass Margarethe und Isabelle im gleichen Maße in Gefahr schwebten wie seinerzeit der Anwalt und der Tote vor den Füßen unseres Helden.

Ein kurzer geschulter Blick ließ Intellischenz das Telefon finden, welches er nutzte um die Polizei zu alarmieren. In diesem Fall bedeutete das, dass er den Notruf wählte und den Hörer auf den Tisch legte, so konnte er sicher sein, dass die Polizei etwas unternehmen würde.

Nichts ärgerte einen gelangweilten Schreibtischpistolero mehr als ein eingehender Anruf ohne Anrufer, eine Überprüfung war daher sicher.

Mit weit ausholenden Schritten verließ Stark die Wohnung, stürmte die Treppe hinunter, schnappte sich das Bündel mit Herrn Würbelsäuls Post und eilte auf die Straße um sich ein Taxi heranzuwinken.

"Wohin soll es denn gehen?", fragte der Fahrer schroff, während unser edelmütiger Detektiv sich anschnallte.

"Zur Leipziger Straße… und beeilen Sie sich."

"Leipziger Straße, kein Problem. Allerdings kann ich nicht schneller fahren als die Verkehrschilder es mir erlauben. Da müssen Sie mir schon verzeihen."

In Filmen gehörten Taxifahrer auch immer zum bösen Menschenschlag, aber soweit Stark sich erinnerte drückten diese wenigstens immer aufs Gas, wenn man Ihnen das anordnete. Wahrscheinlich war das der kleine Unterschied zwischen Fiktion und Realität.

Stark blätterte die verschiedenen Briefumschläge durch und fand, was er zu finden gehofft hatte: Einen Brief von Omnimox an Schwarzmut.

*

"Sehr geehrter Herr Würbelsäul,

nach eingehender Prüfung Ihres Falles und der mir vorliegenden Akten, ist es mir unmöglich Sie oder Ihre Mitklägerin zu vertreten.

Verstehen Sie mich aber dennoch bitte nicht falsch.

Ihre Klage würde vor jedem Gericht und jedem Richter dieses Landes bestehen und Zuspruch finden, doch Angst ist es, die mich abhält. Angst vor dem Rechtswesen und Angst vor der Person X, die Sie selbst als äußerst gewaltbereit einstufen.

Ich werde genau das tun, was ich auch Ihnen raten kann:

Suchen Sie sich einen sicheren Ort und verriegeln Sie die Tür.

Ein Mörder lässt sich durch eine einfache Klage nicht beeindrucken, sondern höchstens noch anstacheln.

Begeben Sie sich in Sicherheit, bleiben Sie zusammen und am wichtigsten:

Melden Sie sich niemals wieder bei mir!

Mit freundlichen Grüßen

Omnimox Güldengestürm"

"Das ist es also…", dachte Stark missmutig, "Der einzige Hinweis, den ich habe, deutet auf eine Sammelklage hin. Schwarzmut Würbelsäul, Margarethe Markgerede und Isabelle Konkenzänker scheinen Omnimox um Rat gefragt zu haben, weil sie sich vor einer vierten Person fürchteten. Vielleicht hätte ich Margarethe intensiver befragen sollen, statt mit ihr zu schlafen."

Gerade als ihm dieser Gedanke aus der rechten Gehirntasche glitt, fiel ihm ein kurzes Postum Skriptum auf:

"P.S.: Zu meinem eigenen Schutz werde ich einen Privatdetektiv engagieren."

Wieder klingelte es in Starks Kopf, doch diesmal stärker, als würden dreizehn kräftige Männer mit dreizehn Hämmern eine Kirchenglocke malträtieren.

Irgendetwas Störendes umgab diesen letzten Satz.

"Wir sind da. Macht neunzehnfünfundzwanzig.", sagte der Fahrer bestimmend, wahrscheinlich wusste er was er redete.

Stark zog einen Schein aus seiner Manteltasche, nahm die Briefe an sich und verließ mit einem gemurmelten "Der Rest ist für Sie" das Taxi.

*

Schon bevor der Detektiv die nur angelehnte Haustür der Leipziger Straße vierundzwanzig aufstieß, wusste er was er sehen würde: Eine tote Frau mit Messer im Rücken.

Also grub er sich erst einmal einen abgerauchten Zigarettenstummel aus der inneren Manteltasche - er bewahrte immer unzählige davon auf - und rauchte zwei Züge.

Danach öffnete er die Haustür mit einem beherzten Kung-Fu-Tritt und starrte in das erschrockene Gesicht einer jüngeren Frau.

"Wer zur Hölle sind Sie?", fragte diese kreidebleich, noch bevor Stark sich gefangen hatte.

"Mein Name ist… Stark Intellischenz, ich bin Privatdetektiv…unlösbare Fälle…kein Geld für Zigaretten…", brabbelte Stark dementsprechend wirres Zeug.

"Privatdetektiv, so, so. Und weil meine Tür nur angelehnt war, dachten Sie wahrscheinlich hier wäre etwas passiert und wollten mich retten? Das ist nicht gerade sehr glaubwürdig."

"Um ehrlich zu sein dachte ich Sie wären bereits tot… Also, genau genommen, habe ich auch erst eine Zigarette geraucht und dann die Tür eingetreten."

"Obwohl Sie dachten ich sei tot?"

"Gerade weil ich dachte, dass Sie tot sind."

"Nun, wie Sie sehen, bin ich weder tot, noch in großer Gefahr. Ich bin vielleicht in höchstem Maße verwirrt, aber sonst erfreue ich mich tatsächlich sogar bester Gesundheit. Trotzdem würde ich mich jetzt gerne von Ihnen verabschieden, denn…"

Stark unterbrach eine Frau nur ungern, aber in diesem Falle musste es sein. Seine unglaubliche Menschenkenntnis beschwor ihm, dass es besser sei, sie von Anfang an mit der Gefahr zu konfrontieren, in der sie schwebte.

"Hören Sie, Frau Konkenzänker, Sie sind in großer Gefahr. Ihr Anwalt, Omnimox Güldengestürm ist bereits tot, genauso wie Schwarzmut Würbelsäul… Ich nehme an, dass Ihnen diese Namen etwas sagen?"

Doch Isabelle Konkenzänker schüttelte den Kopf und Starks Enthusiasmus hinfort.

"Ich hatte zeit meines Lebens noch niemals einen Anwalt. Und einen Mann namens Schwarzmut… Wirbelsäul kenne ich auch nicht.", sagte sie.

"Würbelsäul", verbesserte Stark automatisch, wenngleich auch - aus offensichtlichen Gründen - wenig enthusiastisch.

"Ich möchte, dass Sie mein Haus verlassen. Jetzt."

Stark wandte sich resigniert zum Gehen, blieb noch einmal kurz stehen und lauschte seinen Sinnen. Nein, dieses Haus war kein Tatort, würde wahrscheinlich auch niemals einer werden. Was also war hier los?

"Nur noch eines… Margarethe Markgerede…Sagt Ihnen dieser Name etwas?"

Ein leises Glimmen von Hoffnung machte sich in Starks Eingeweiden bemerkbar als Isabelle Konkenzänker kurz grübelte, doch ihre Antwort zerfetzte selbst die Bedeutung des Wortes "Hoffnung" in Abermillionen kleinste Stückchen: "Margarethe Markgerede, Sie wollen sich lustig machen, nicht?"

Mit herunterhängenden Schultern verließ der Detektiv das Haus.

Es wurde Zeit den letzten Zeugen zu befragen, die Person, die er von Anfang an hätte befragen müssen: Margarethe, das blonde Bambiaugenmädchen mit der engen Bluse und dem straffen Hintern.

*

Auf dem Weg nach Hause hatte der Detektiv für die unlösbaren Fälle einige Zeit nachzudenken. Er hatte sich kein Taxi nehmen können, da er dem letzten Fahrer anscheinend seinen letzten fünfzig Euro-Schein gegeben hatte.

Auf einer Parkbank nahe seiner Detektei ließ er sich noch einmal kurz nieder.

Er wusste, dass Margarethe noch dort war, auf ihn wartete, sie hatte die Detektei keinesfalls verlassen.

"Das ist das Problem mit den unlösbaren Fällen…Sie sind nicht lösbar, zumindest nicht im Großen. Vielleicht muss ich die Sache anders anpacken. Irgendetwas habe ich übersehen."

*

Sein Büro war aufgeräumt.

Man erkennt die Anwesenheit einer Frau bereits nach wenigen Augenblicken, die sie in einer fremden Wohnung verbringt. Dinge werden verrückt - manchmal nur um wenige Zentimeter - und verändern so das Gesamtbild der Wohnung oder des Zimmers für immer.

Das wunderbare Geschöpf saß in seinem Sessel und rauchte eine Zigarette, während sie in seinen Akten stöberte.

"Sie haben schon einiges erreicht, Stark Intellischenz.", sagte sie anerkennend als sie ihn bemerkte.

"Diese Akten sind vertraulich. Und außerdem: Man misst einen normalen Detektiven an seinen vergangenen Leistungen. Ein Detektiv für unlösbare Fälle ist immer nur so gut wie sein aktuelles Vorankommen."

"Heißt das, dass Sie keine Fortschritte machen konnten?"

Stark lächelte triumphierend.

"Um ehrlich zu sein, habe ich den Fall gelöst, aber ich erzähle besser, wenn ich rauche."

Margarethe verstand den Wink mit dem Zaunpfahl und reichte dem Detektiv ihre Zigarette.

"Und nun, erzählen Sie."

"Hm, gleich. Sind Sie mit dem Auto hierher gekommen?"

Margarethe nickte.

"Ausgezeichnet! Dann lassen Sie uns losfahren. Wir müssen eine kleine Spritztour unternehmen, bevor ich das Rätsel löse."

Wieder nickte die Blondine.

*

Die Kanzlei des Omnimox Güldengestürm lag unscheinbar, geradezu versteckt, hinter einer zwölf Meter hohen Mauer aus typisch grauem Gestein, die er nach eigener Aussage zum Selbstschutz vor Mandanten hatte errichten lassen.

"Der einzige erkennbare Weg ist über die Mauer hinweg, was sich aufgrund der waagerecht in die Mauer eingelassenen Messerklingen als unmöglich erweist.", sagte Stark mit ausholender Geste. "Und an dieser Stelle kommt natürlich die geradezu legendäre Steinattrappe ins Spiel."

Stark und Margarethe umrundeten die Mauer und blieben direkt vor dem versteckten Eingang stehen. Der Detektiv warf einen auffälligen Blick auf die Mauer unmittelbar neben dem Stein, dem die Blondine bewusst folgte.

Schweiß glitzerte nass auf ihrer Stirn.

Mit einem lauten "Hau Ruck!" zog Stark die Attrappe zur Seite und offenbarte den geheimen Tunnel, dessen Boden noch voll von eingetrocknetem Blut war.

"Sehen Sie das Blut am Boden?", fragte der Detektiv.

"Natürlich. Sie sollten wissen, dass ich nicht blind bin."

"Oh, aber geradezu töricht. Immerhin haben Sie einen, nein, zwei Menschen getötet und einen fahrlässig verletzt und sich selbst überlassen."

Margarethes Augen weiteten sich vor Entsetzen, sie brachte kein Wort heraus.

"Ja, anfangs konnte ich den Dingen selbst nicht ganz folgen, hatte keinen Überblick, wenn man so will. Das war natürlich meine Schuld, aber wahrscheinlich auch berechneter Teil ihres Plans."

"Berechnet…?"

"Oh ja.", grinste Stark, "Die Sache mit der Verführung auf dem Schreibtisch. Welcher Mann würde schon widerstehen können, bei einer attraktiven Frau wie Ihnen? Natürlich hatte ich nach dem Sex mit Ihnen besseres zu tun als gerade Ihnen Fragen über einen Mord zu stellen, der bei genauerer Betrachtung keiner war…Omnimox starb, weil Sie ihn einschüchtern, ihm drohen wollten, richtig?"

Keine Antwort.

"Nun, ich beantworte meine Fragen auch gerne selbst. Ich liebe den Klang meiner eigenen Stimme. Wie dem auch sei, Sie fingen Omnimox ab als er seine Kanzlei betreten wollte, drohten ihm und - als er sich nicht sonderlich eingeschüchtert zeigte - verpassten ihm einen kleinen Schubser. Der Anwalt stürzte nach hinten, gen Mauer und verfing sich in einem seiner eigenen Messerklingen. Ob es nun Glück oder Unglück war, dass die Klinge abbrach, ist völlig irrelevant…"

Stark deutete auf eine freie Stelle der Mauer, griff in seine innere Manteltasche und offenbarte einen Zigarettenstummel, den er sich anzündete.

"Fakt ist, dass Sie die Flucht ergriffen, da Sie wussten, dass sich der arme Kerl nicht an die Polizei wenden würde. Vielleicht sahen Sie ihm auch noch zu wie er sich blutend durch den Tunnel schleppte, ja, wahrscheinlich waren sogar Sie diejenige, die den Stein wieder an seine Stelle schob. Es steht Ihnen jederzeit frei mich zu korrigieren."

Die Blondine starrte auf den Boden, spielte mit ihren Fingern am Saum ihres Rockes herum.

"Es… war wirklich ein Versehen."

"Natürlich war es das. Sie konnten ja nicht wissen, dass Omnimox niemals vorhatte die Klage gegen Sie zu übernehmen, dass er Ihrem ehemaligen Liebhaber Schwarzmut bereits schriftlich abgesagt hatte…"

"Er… er war nicht mein Liebhaber. Isabelle war meine…"

"Ja…?"

Margarethe räusperte sich verlegen.

"Isabelle war meine Geliebte, oh Gott, was liebte ich sie. Doch als ich erfuhr, dass sie mit Männern schlief, dass sie mit diesem widerlichen Schwarzmut rumvögelte, da hab ich sie erledigt, eiskalt getötet. Aber der Mord war durchdacht. An durchgeschnittenen Bremskabeln erkennt man keine Fingerabdrücke, nicht wahr?"

"Ja, da haben Sie recht… Es wurde niemals als Mord betrachtet. Sie müssen wissen, dass ich heute Isabelles Tochter begegnet bin. Ich hielt sie erst für Isabelle…Ein zweiter Besuch hat die Geschichte geklärt."

"Isabelle… Schwarzmut hat nach ihrem Tod eine Klage eingereicht, hier bei Omnimox Güldengestürm wollte er die Sachlage prüfen lassen um mich hinter Gitter zu bringen. Anscheinend hatte er etwas gegen mich in der Hand."

"Und nachdem Sie Omnimox erledigt hatten, haben Sie Schwarzmut getötet. Als wir uns das erste Mal gesehen haben, ist mir dieser seltsame, süßliche Geruch aufgefallen, das war der Waldmeisterschnaps, richtig?"

Sie nickte.

Stark sah hinauf in den blauen Himmel.

"Ja, so ist das mit den unlösbaren Fällen…", dachte er.

*

"Wie haben Sie all das herausgefunden, Intellischenz?", fragte der Polizeichef ihn eine halbe Stunde später.

"Nun, das meiste habe ich geraten. Ich hatte Glück… Aber es war auch der Brief von Omnimox an Herrn Würbelsäul. Er hat geschrieben, dass er sich zu seinem eigenen Schutz einen Privatdetektiv engagieren will. Frau Markgerede hatte den gleichen Plan, sie hatte nur weitaus mehr Hintergedanken."

Es herrschte ein kurzes Schweigen.

"Aber einige Dinge machen noch keinen Sinn, Intellischenz…"

Diesmal war es Stark der nickte.

Er zog einen Zigarettenstummel aus seiner Manteltasche, zündete ihn an, nahm einen Zug und schnickte den Filter zu Boden.

"Wie ich immer sage: So ist das eben mit den unlösbaren Fällen. Es müssen Fragen offen bleiben, es muss Dinge geben, die keinen Sinn machen, es muss ein Mysterium bleiben, sonst wäre es ein Fall wie all die anderen… Je simpler und offensichtlicher etwas funktioniert, umso schwerer ist es letztlich herauszufinden, da der Mensch dazu neigt sich selbst übertreffen zu wollen und das Einfachste ihm so geradezu frivol unvernünftig erscheint. Eine einfache Aufgabe ist es nicht wert gelöst zu werden. Das hat Omnimox zu seiner Philosophie erklärt… Und wo wir gerade von Philosophie sprechen… Was ist eigentlich mit meinem Honorar?"

Der Polizeichef lachte.

"Das muss das Mysterium sein, von dem Sie sprachen, Intellischenz. Ich weiß nicht, von wem Sie ein Honorar erwarten…"

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